Gute Noten, Einsatz im Betrieb, soziales Engagement

Das sind die drei Top-Azubis Chemie in Baden-Württemberg

Baden-Baden. „Lernen will gelernt sein“, findet Rebecca Meier. Die 22-Jährige strukturiert ihren Lernstoff, indem sie sich Tages- und Wochenziele aufschreibt. Mit Erfolg: Die angehende Betriebswirtin mit Fachrichtung Gesundheitsmanagement ist eine von drei „Top-Azubis Chemie 2015“ – diese Auszeichnung vergeben die Chemie-Verbände Baden-Württemberg für hervorragende Noten und soziales Engagement.

Rebecca absolviert ihr duales Studium beim Arzneimittelhersteller Heel in Baden-Baden und an der Hochschule in Lörrach. „Als Ausbildungsbotschafterin stelle ich das Studium an Schulen vor“, erzählt sie. „Mir selber half es als Schülerin sehr, wenn ich von Älteren gehört habe, was einen nach der Schule erwartet. Jetzt kann ich etwas zurückgeben.“

Während eines Auslandssemesters in Südafrika lernte sie die Kluft zwischen Arm und Reich kennen, unterstützte ein Entwicklungshilfeteam und ist jetzt für die Hochschulgruppe des Kinderhilfswerks Unicef im Einsatz. Ihre strukturierte Planung sorgt für Überblick: „Klar ist das manchmal alles ein bisschen viel. Doch es gibt auch Tage, an denen weniger zu tun ist. Die Aussicht darauf gibt mir neue Energie.“

Fahrräder für Flüchtlinge reparieren, Austauschstudenten bei der Wohnungssuche helfen

Das Wohl anderer liegt auch Dominik Schreiber am Herzen: Während seiner Ausbildung zum Chemikanten bei der Mineraloelraffinerie (MiRO) in Karlsruhe setzt er sich in der Jugend- und Auszubildendenvertretung für andere Azubis ein: „Wenn es zum Bespiel Schwierigkeiten in der Schule gibt“, sagt der 25-Jährige. Auch zeigt er Schülern bei Betriebserkundungen seinen Arbeitsplatz und stellt seinen Beruf auf Messen vor.

In seiner Freizeit repariert er Fahrräder für die Flüchtlingshilfe. Ausgleich findet er in der Bewegung: „Wenn ich den Kopf freikriegen will, gehe ich zum Kampfsport.“

Genau wie Dominik wurde auch Charlotte Gollnick ausgezeichnet. Sie war viel an der dualen Hochschule in Heidenheim unterwegs – viel mehr, als es ihr Vorlesungsplan verlangte.

„Ich habe mich um Austauschstudenten gekümmert und bei der Wohnungssuche geholfen, wenn es etwa Sprachbarrieren gab“, berichtet die 22-Jährige. Sie absolviert ein Studium der Betriebswirtschaftslehre, Fachrichtung Industrie, beim Naturkosmetik- und Arzneimittelhersteller Weleda in Schwäbisch Gmünd. Nebenher wirkt sie beim Ausbildungsmarketing mit, gestaltet Flyer und schreibt Texte und Artikel.

Für die Landesgartenschau 2014 in Schwäbisch Gmünd entwickelte Charlotte mit der Weleda-Juniorfirma eine Seife, die es – dank geschickter Verhandlungen – bundesweit beim Drogeriemarkt Müller zu kaufen gab. „So was macht Spaß, ich habe dabei viele Leute, Sprachen und Kulturen kennengelernt.“


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