Vlies-Stoffe

Das Modeatelier der Firma Freudenberg sorgt bei Herstellern wie Louis Vuitton für optimale Passform


Weinheim. Wenn im hellen Licht der Scheinwerfer die Models über den Laufsteg schreiten, dann haben im Hintergrund viele Spezialisten aus der Industrie ihren Job gemacht. Etwa im Modeatelier von Freudenberg am Stammsitz in Weinheim (Baden-Württemberg). Hier arbeitet man für Designer wie Louis Vuitton und andere namhafte Modemarken. Man testet und fertigt sogenannte Einlagestoffe – die Blazer, Hosen und andere Kleidungsstücke figurbetont und trotzdem bequem machen.

Freudenberg hat hierfür spezielle elastische Vlies-Stoffe entwickelt, sogenannte H-Elastic-Einlagen. Sie sind für viele Oberstoffe verwendbar, sie halten auch bei Hitze oder Kälte ihre Form – und sie machen im Produktionsprozess einiges mit. Nach dem Nähen durchläuft ein Kleidungsstück bis zu 20 verschiedene Prozesse, wird etwa bedruckt, gefärbt oder gebleicht – und die Einlage muss das unbeschadet überstehen.

Kunden etwa in Mailand, in der Türkei und in Dänemark

Julia Chluba, die das Modeatelier seit drei Jahren leitet, ist viel unterwegs. Sie betreut Kunden etwa in Mailand, in der Türkei oder in Dänemark. „Der Mix aus Technik und Handwerk einerseits und dem Umgang mit Kunden aus der bunten Welt der Mode andererseits macht meine Arbeit spannend“, sagt sie. Ihre Hauptaufgabe nach außen beschreibt sie so: „Wichtige Kunden überzeugen, mit Freudenberg zusammenzuarbeiten.“ Und nach innen: „Im Team ist es meine größte Freude, wenn ich es schaffe, technische Probleme mit offenen Gesprächen zu lösen.“

Mitunter steht Chluba auch selbst auf der Bühne: Sie moderiert die Modenschau „Insights“, mit der Freudenberg Mitarbeiter des europäischen Außendienstes über Design-Trends informiert. Argumentieren, moderieren, mit den Zuhörern in Kontakt sein und auf sie reagieren – das mache sie gerne, sagt sie. Die gelernte Modeschneiderin und Schneidermeisterin spricht außer Englisch auch fließend Türkisch. Und: „Ich habe schon immer gerne Sachen mit meinen Händen gemacht.“ Schon als 19-jährige Abi­turientin fertigte sie etwa Kostüme für die Cheerleader-Tanzgruppe. Den Gang zu Freudenberg sieht sie als „beste Entscheidung meines Lebens – ausgenommen die Hochzeit mit meinem Mann“.

Die Freudenberg-Gruppe stellt außer Vlies-Stoffen auch vieles andere her, etwa Dichtungen, Filter, Haushaltsartikel und medizintechnische Produkte. Mehr als 37.000 Mitarbeiter in 57 Ländern erwirtschafteten letztes Jahr gut 6,3 Milliarden Euro Umsatz.

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