Blick hinter die Kulissen

Das macht eine Zollfachkraft

Warenschau: Roland Steinert und Mitarbeiterin Monika Wenger prüfen die Dicke eines Pullovers. Foto: Werk

Halle (Westfalen). Geht es ums Verzollen importierter Kleidung, muss Roland Steinert etwas klarstellen: „Wir füllen schon lange keine Formulare mehr aus“, sagt der Leiter der Zollabteilung bei Gerry Weber in Halle.

Der Computer sei das zentrale Arbeits- und Kommunikationsmittel: „Alle Daten werden elektronisch an die Zollbehörde übermittelt.“

Die Arbeit von Steinert und seinen Kollegen beginnt in dem international tätigen Modekonzern bereits mit der Unterstützung der Einkaufsplanung. Denn Zollabgaben sind je nach Land unterschiedlich und ein wichtiger Teil der Kalkulation.

Jedes neue Kleidungsstück wird genau begutachtet

Bereits im Musterprozess wird das Fachwissen der Zollfachkraft benötigt. Jedes Kleidungsstück einer neuen Kollektion muss „tarifiert“ werden. Steinert: „Das ist das A und O unserer Arbeit.“ Dabei wird, abhängig von Aufmachung, Material, Verarbeitung und Zutaten, eine Zollnummer vergeben.

Dafür ist nicht nur textiles Fachwissen wichtig, auch gute Englischkenntnise und korrekte Arbeits- und Ausdrucksweise in Wort und Schrift sind erforderlich. „Viele glauben, dass Zoll ein trockenes Thema ist. Das Gegenteil ist der Fall. Denn über die letzten Jahre haben internationale Warenbewegungen stark zugenommen. Der Job wird nie langweilig“, so Steinert.

Übrigens: Der Branchenverband German Fashion bietet das Seminar „Zollfachkraft Bekleidungsindustrie“ an. Mit bestandener Prüfung vor der IHK Köln hat man einen zertifizierten Abschluss in der Tasche.

Mehr dazu gibt es online: germanfashion.net


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