Ausbildung

Das ist mein Jahr


Junge Leute packen an: Jetzt geht es um alles

Azubis auf der Zielgeraden. Sie wollen zeigen: Wir haben was drauf. Im dritten Lehrjahr geben sie alles. Denn mit einem guten Abschluss in der Tasche steht ihnen die Berufswelt offen.

Mit Feuereifer bereitet sich der Nachwuchs auf den Sprung ins Erwerbsleben vor. AKTIV hat nachgefragt: Wie fühlt man sich dabei?

Bei gutem Abschluss gibt es einen Vertrag

„Super“, sagt Bertram Becker, 23-jähriger Azubi der Verfahrensmechanik bei Profine, Hersteller für Kunststoffprofile in Pirmasens. Seit zweieinhalb Jahren dreht sich bei ihm alles um die Fertigung von Fensterprofilen.

„Ich habe unheimlich viel gelernt“, erzählt er. Bald darf er allein an den Extruder. Das ist die Maschine, die Kunststoff schmilzt und Profile formt. Becker ist ein praktischer Typ. Die Theorie in der Berufsschule „muss sein“. Das bedeutet bis zum Sommer lernen, lernen, lernen. Wenn er die Abschlussprüfung ordentlich schafft – davon geht Profine-Ausbilder Volker Zimmermann aus – hat er einen Vertrag in der Tasche.

„Ich will auf jeden Fall im Betrieb bleiben“, so Becker. Später möchte er sich vielleicht zum Techniker oder Ingenieur fortbilden.

Die 20-jährige Julia Franz zog es dagegen ins Büro „in einem Industrie-Unternehmen“. Das war ihr nach dem Schulpraktikum klar. Jetzt ist sie fast am Ziel ihres Traumberufs: Industriekauffrau bei der Polymer-Chemie in Bad Sobernheim: „Ich habe alle Abteilungen durchlaufen und bin jetzt im Vertriebsinnendienst“, sagt sie.

Ihr Rezept für die Abschlussprüfung: „Strukturiert mit Gliederung arbeiten, ständig alles wiederholen.“ Zum Lernen hat sie sich die Prüfungsunterlagen aus den vergangenen Jahren besorgt. Zur Seite steht ihr ein innerbetrieblicher Mentor. Auch Ausbilderin Daniela Zimmermann ist stolz auf „ihren“ Zögling: „Julia bleibt bei uns“, verrät sie. „Sie wird nach der Ausbildung in der Personalabteilung eingesetzt.“

Gute Karten hat auch der angehende Verfahrensmechaniker Agit Arday. Er beschreibt seinen Arbeitsplatz so: „Ich kümmere mich um alles, was in Autos mit Kunststoff zu tun hat.“

Junge Leute dürfen auch ins Ausland

Von Unterboden-Verkleidun- gen bis hin zu Türverkleidungen wird bei Röchling Automotive in Worms alles im Spritzguss- oder Pressverfahren gefertigt. Arday liegt diese Arbeit. Und weil er super mit seinem Ausbilder klarkommt, ist er sogar schon in drei Schichten eingesetzt. So kann „sein“ Team bereits kontinuierlich arbeiten.

Thorsten Schuch, zuständig für die Ausbildung im gewerblichen Bereich, meint: „Agit bekommt einen Vertrag nach der Abschlussprüfung. Wenn er sie gut packt.“ Davon gehen alle im Betrieb aus. Schließlich war schon die Zwischenprüfung über dem Kammerdurchschnitt.

Dem wissbegierigen Azubi steht auch das Ausland offen, wenn alles reibungslos läuft: „Wir schicken unsere jungen Leute bei Bedarf auch in unsere internationalen Niederlassungen“, sagt Schuch. Vielleicht heißt es dann für Agit Arday schon bald: „Auf in die USA!“

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Schlagwörter: Ausbildung

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