Autowäsche

Damit es sauber blitzt: Neue Technik von WashTec macht Waschanlagen sparsamer.


Augsburg. Knallgrün, rot und himmelblau: Wie ein bunter Wald stehen mannshohe Bürsten in der Halle von WashTec in Augsburg. Die flotten Wedel werden bald rotieren und Autos blitzblank wischen.

WashTec ist der größte Hersteller von Fahrzeug-Waschanlagen in Europa und beschäftigt 1.600 Mitarbeiter. Außer in Augsburg hat die Firma Werke in Tschechien und Schanghai.

Hauptprodukt sind Portal-Waschanlagen: ein hoher Metallrahmen mit Spritzdüsen und rotierenden Bürsten – zwei für die Seiten, eine fürs Dach –, wie sie an vielen Tankstellen stehen. Das schnellste Modell braucht für einen Waschgang zweieinhalb Minuten. Zum Sortiment gehören zudem bis zu 50 Meter lange Waschstraßen, in denen der Fahrer im Wagen sitzen bleibt. 120 Autos reinigen sie pro Stunde.

Dazu kommen SB-Waschboxen und extra große Anlagen für Laster und Busse. „Weltweit haben wir 35.000 Anlagen installiert“, sagt Thomas Roth, der Marketingleiter.

Vor über 50 Jahren haben zwei Tüftler in Augsburg die erste automatische Waschanlage für Kraftfahrzeuge erfunden und das Unternehmen Wesu gegründet, aus dem später WashTec wurde. „Noch heute funktionieren die Anlagen nach demselben Prinzip“, erklärt Roth. Nur gehen die Nachfolger sparsamer mit Strom, Wasser und Reinigungsmitteln um.

Schmutzfilter sorgen dafür, dass bis zu 95 Prozent des Waschwassers wiederverwendet werden. So braucht man je Wäsche nur noch 15 bis 20 Liter frisches Wasser. Roth: „Eine Waschmaschine ­im Haushalt benötigt 45 Liter für einen Waschgang.“

Zudem verbraucht die Autowäsche weniger Reinigungsmittel: Drehbare Sprühdüsen passen sich der Form des Fahrzeugs an und tragen die Chemie an besonders verschmutzten Stellen wie Front und Kotflügeln auf. Schräg angebrachte Rad-Waschbürsten stellen sich auf jedes Fahrzeug ein und schrubben die Räder sauber.

WashTec wartet die Waschanlagen auch und liefert Pflegemittel. Die Waschsubstanzen werden im Unternehmen entwickelt und auf die Technik abgestimmt. Auto-Shampoo und Trocknerkonzentrat für Portalwaschanlagen stecken in Kartuschen und lassen sich so mit einem Handgriff austauschen.

60 Länder hat WashTec auf der Exportliste

WashTec exportiert in über 60 Länder, aber Deutschland ist der größte Markt. „Die Deutschen pflegen ihre Autos gern“, so Roth. Er empfiehlt eine Vorwäsche mit Schaum: „Eine verkrustete Pfanne muss man auch einweichen, sonst geht der Dreck nicht ab.“ Und eines der bestverkauften Produkte ist Lackschutz mit Reparatureffekt: Er füllt Unebenheiten auf und lässt das Auto wieder glänzen.

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