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Damit der Koffer nicht aus der Kurve fliegt


Transnorm ist ein typischer Mittelständler aus Niedersachsen

Harsum. Gute Stimmung herrscht in den Betrieben. Das zeigt die Umfrage des Arbeitgeberverbandes NiedersachsenMetall (Bericht unten). 

Optimismus auch beim Unternehmen Transnorm. Es steht für Wachstum und Investitionen. Um 30 Prozent ist der Umsatz in den letzten drei Jahren geklettert.

So konnte erst kürzlich ein neues Informations- und Schulungszentrum eröffnet werden. Wert: Rund eine halbe Million Euro. „Wir investieren kräftig, weil wir als technologieorientierter Betrieb langfristig hier am Standort Erfolg haben wollen“, sagt Geschäftsführer Detlef  Walter.

Die Harsumer verstehen sich wie kaum andere in der Welt auf  fördertechnische Komponenten, wie zum Beispiel Kurvengurtförderer. Die sind wohl jedem von uns schon einmal begegnet. Denn weil es auf den Förderbändern in Flughäfen, bei Versandhändlern oder Paketdiensten auch mal um die Ecke geht, müssen solche Kurvengurtförderer eingebaut werden.

120 Flugzeuge pro Nacht

Das ist komplizierter als man im ersten Moment denkt. Wenn im Luftfrachtverteilerzentrum „World Port“ in Lousville im amerikanischen Bundesstaat Kentucky die schweren Frachtmaschinen entladen werden, muss jeder Handgriff sitzen. Kein Wunder: Für jedes der bis zu 120 Flugzeuge, die hier Nacht für Nacht einschweben, sind gerade mal 80 Minuten Abfertigungszeit vorgesehen.

Die erforderliche Technik von Transnorm ist bis ins kleinste ausgetüftelt. Eine Betriebsstörung? Undenkbar! Ein Ausfall? Eine mittlere Katastrophe.

Der 220-Mitarbeiter-Betrieb Transnorm ist in Form eines Management-Buy-outs aus dem schweizerischen Swisslog-Konzern herausgelöst worden und geht jetzt eigene Wege. Das große Know-how, verbunden mit viel Flexibilität sind die Erfolgsgaranten. Weil sie nah am Kunden sein wollen, haben die Fachleute „vom Dorf“ Gesellschaften in aller Welt gegründet, die in Deutschland, Großbritannien, USA und Malaysia direkt vor Ort sind.

Zusammenarbeit lohnt sich

Die Geschäfte laufen gut, die Maschinen sind ausgelastet. Die Investitionen sichern den Standort. Das neue Kompetenzzentrum beweist es. „Wir müssen mehr als nur neue Produkte liefern“, sagt Geschäftsführer Walter. „Der Kunde soll auch auf gemeinsamen Entwicklungs-Workshops erkennen, dass sich für ihn die Zusammenarbeit mit Transnorm langfristig lohnt.“ Auch die eigenen Mitarbeiter sollen hier geschult werden. Mehr Qualifikation – dafür steht Transnorm – wie viele Betriebe in der M+E-Industrie. 

Werner Fricke

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