Interview

„Da muss man kreativ sein“


Nordostchemie stärkt den Schwerpunkt MINT-Bildung

Der für die sechs ostdeutschen Länder zuständige Arbeitgeberverband Nordostchemie kümmert sich verstärkt um die Jugend: Seit Jahresbeginn betreut Jana Scheunemann den Bereich „Bildungsmanagement und Bildungspolitik“.

AKTIV: Worin besteht Ihre Arbeit?

Scheunemann: Letztlich geht es darum, ausreichend Nachwuchs für unsere Branche sicherzustellen. Da muss man kreativ sein, da einerseits die Zahl der Schulabgänger rapide sinkt, andererseits das Interesse der Schüler an den „MINT-Fächern“ heute nicht sehr ausgeprägt scheint.

AKTIV: Also Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik. Wie wollen Sie das verbessern?

Scheunemann: Indem ich naturwissenschaftliche Bildungsaktivitäten unterstütze, vom Kindergarten bis zur Hochschule. Etwa die Fortbildung von Chemielehrern, die Aktion „Pro Chemieunterricht“ oder die „Chemkids“. Ich möchte mich insbesondere um die Einbindung von Kitas kümmern. Frühkindliche Bildung legt die Basis für spätere Interessen. Darüberhinaus bin ich Ansprechpartnerin für Kultusministerien, Firmen sowie  Mitarbeiter der Chemie und des Bildungssystems.

AKTIV: Worum soll es da gehen?

Scheunemann: Es gilt herauszufinden: Wo gibt es Schwachstellen in der MINT-Ausbildung, wo Vorbilder? Ich will einen ständigen Erfahrungsaustausch fördern zwischen Bildungsinstitutionen, Wirtschaft, Bildungspolitik, Schülern und Studenten.

AKTIV: Hat Sie persönlich in Ihrer Schulzeit ein Lehrer für Naturwissenschaften begeistert?

Scheunemann: Leider nein, ich habe Pädagogik studiert. Die Faszination für MINT habe ich erst im Berufsleben entdeckt, als ich in diversen Projekten etwa für die Nachwuchsförderung gearbeitet habe.

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