Technik

Clevere Technik fürs Drei-Liter-Auto


Einspritzsysteme von Bosch arbeiten bald mit mehr als 2000 Bar Druck

Stuttgart. Ein in Deutschland verkauftes Mittelklasseauto wiegt im Schnitt 1.400 Kilogramm, hat zwei Liter Hubraum und 136 PS. Es verbraucht 7,7 Liter Benzin pro 100 Kilometer. Bei zwei von drei Autos mit Benzinmotor wird dabei der Kraftstoff noch immer ins Saugrohr eingespritzt. Doch dies wird sich bald ändern.

„Allein mit dem Schritt zur Direkteinspritzung können wir in Verbindung mit der Turboaufladung gut 15 Prozent Kraftstoff einsparen“, rechnet Rolf Leonhard vor, Bereichsvorstand Entwicklung Diesel Systeme von Bosch. Der Stuttgarter Konzern ergänzt die Direkteinspritzung durch eine variable Steuerung der Einlass- und Auslassventile. Und durch „Scavenging“.

Doppelt so schnell wie der Schall

Das ist ein Verfahren, das bei niedrigen Drehzahlen für eine bessere Füllung der Zylinder mit Frischluft sorgt – und somit für ein kräftigeres Drehmoment.

Bis 2015 will Bosch den Sprit-Durst der Autos um mehr als 30 Prozent senken – auch dank eines Start-Stopp-Systems für die Haltephasen. So werden Mittelklasseautos viel sparsamer – und in der Kompaktklasse die Drei-Liter-Autos zum Standard: In diesem Segment hat ein Diesel dann „noch drei Zylinder, einen Liter Hubraum und kommt mit 3,6 Litern pro 100 Kilometer aus“, so Leonhard.

Dafür arbeitet Bosch an Einspritzsystemen mit mehr als 2.000 Bar Druck. Und an Injektoren mit bis zu acht Einspritzungen pro Hub – mehr als doppelt so schnell wie der Schall.

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