Verpackungen

Chips, Milchpulver oder Meersalz: Wie Dosen von Sonoco Waren frisch halten

In den Produkten von Sonoco steckt viel Know-how. Im baden-württembergischen Hockenheim fertigen Mitarbeiter Dosen, in die Keime und Feuchtigkeit nicht eindringen und aus denen Aromen sowie Inhaltsstoffe nicht entweichen können.

Materialprüfung: Manuel Weik mit einer Aromadose. Foto: Scheffler

Materialprüfung: Manuel Weik mit einer Aromadose. Foto: Scheffler

Lebensmittel: In den Verpackungen für empfindliche Waren steckt viel Know-how. Foto: Werk

Lebensmittel: In den Verpackungen für empfindliche Waren steckt viel Know-how. Foto: Werk

Nachschub: Der Rollenwechsel läuft weitgehend automatisch. Foto: Scheffler

Nachschub: Der Rollenwechsel läuft weitgehend automatisch. Foto: Scheffler

Zwischenstopp: Pappdosen ziehen eine Runde auf dem Weg zur Versiegelung. Foto: Scheffler

Zwischenstopp: Pappdosen ziehen eine Runde auf dem Weg zur Versiegelung. Foto: Scheffler

Hockenheim. Kritisch begutachtet Manuel Weik eine Dose mit abgerundeten Ecken. Sie hat zwar noch einige Fertigungsschritte vor sich, ehe daraus eine Verpackung für geschnittenen Tabak wird. „Wir schauen aber laufend ganz genau hin“, sagt Weik. Dann nimmt der Materialentwickler die Hülle aus mehreren Lagen Papier und Folien gewissenhaft auseinander.

Solche Materialtests – geprüft werden auch Leim und Papier – gehören bei Sonoco Consumer Products in Hockenheim zum Tagesgeschäft. 380 Mitarbeiter am Standort fertigen aus Pappen und Folien raffinierte Verbundverpackungen für empfindliche Waren. Mit viel Know-how bei vielen Details: Wie werden eigentlich die Ecken der Tabakdose rund? Das bleibt geheim und darf nicht fotografiert werden.

Der US-Konzern Sonoco ist ein Spezialist für Konsumgüterverpackungen, Produkte für die Industrie und Dienstleistungen rund um die Lieferkette. 21.000 Mitarbeiter weltweit erwirtschaften knapp 5 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr.

„Wir sind in diesem Bereich weltweiter Innovationsführer“

„In jedem Haushalt findet man Produkte von uns“, betont Jakob Breuer. Der Sonoco-Technikchef für Europa zählt bekannte Kaffee- und Kakaospezialitäten auf, Süßigkeiten und Babynahrung – und so fort. „Wir sind in diesem Bereich der weltweite Innovationsführer“, so Ingenieur Breuer.

Der Endverbraucher könne sich kaum vorstellen, wie komplex der Fertigungsprozess sei, um etwa eine Dose für Stapel-Chips herzustellen. Gerade bei Lebensmitteln gelten ja sehr strenge Auflagen: Es dürfen weder Keime noch Feuchtigkeit in die Verpackung eindringen – Inhaltsstoffe und Aromen wiederum dürfen nicht aus der Dose entweichen.

Zudem geht der Trend zu optisch und haptisch immer ansprechenderen Verpackungen. Produkthüllen also, die funkeln, schillern und sich gut anfühlen – und so richtig Lust aufs Kaufen machen.

Kontrollsysteme sorgen für Qualität

„Bei all dem legen wir Wert auf Funktion und Komfort für den Endverbraucher“, erklärt Breuer. „Die Dose soll nicht nur leicht zu öffnen sein, es sollen dabei auch keine Rückstände des Verschlusssiegels am Rand hängen bleiben.“

Auch deswegen wird hier auf eigens konstruierten Anlagen produziert. In allen Linien sind, ergänzend zu den Kontrollen von Fachkräften wie Manuel Weik, Kameras und andere Prüfvorrichtungen eingebaut. „Eine Verpackung, bei der etwas nicht funktioniert, ärgert den Verbraucher“, so Breuer. „Unsere Produkte müssen immer und überall funktionieren – das ist unser Anspruch.“


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