Nachwuchs

Chemie hat viele Gesichter


Eine spannende Branche: Schüler können aus vielen Berufen wählen

Ludwigshafen. In den Chemie-Unternehmen steht man den ganzen Tag im Labor?

Weit gefehlt! Zwar zählt der Chemie-Laborant zu den typischen Ausbildungsberufen. Doch die Betriebe haben eine ganze Palette an Berufsbildern zu bieten. Das zeigt die neue Kampagne „Chemie hat viele Gesichter“ der Chemie-Verbände Rheinland-Pfalz. Wer Lust hat, kann etwa Karriere machen als Mechatroniker, Elektriker, Bürokaufmann, Informatiker oder Fachkraft für Lagerlogistik.

Und das war noch längst nicht alles, wie diese Beispiele zeigen:

Verfahrensmechaniker

Physik und Chemie waren in der Schule nicht gerade die Lieblingsfächer von Meral Özkavak. In der Praxis sieht das jetzt aber ganz anders aus, findet die angehende Verfahrensmechanikerin beim Kunststoff-Spezialisten Röchling Automotive in Worms.

Von einem Freund hatte sie erfahren, dass in der Chemie für Berufsanfänger alles möglich ist. Ein Erkundungstag bei Röchling hat die 18-Jährige dann überzeugt.

Jetzt lernt sie in der Entsorgung, wie man Ausschüsse aus der Produktion neu verwertet. Und in der Entwicklung darf sie an Prototypen Hand anlegen. „Der Job macht riesigen Spaß“, schwärmt Özkavak.

Chemikant

Schüler verwechseln den Chemikanten oft mit dem Chemielaboranten. Dabei steht ein Chemikant gar nicht im Labor. „Ich überwache und prüfe die Abläufe bei der Herstellung unserer Produkte und führe die Maschinen“, erklärt Mario Giliberto seinen Job. Er ist Auszubildender im zweiten Lehrjahr bei Finzelberg.

Das Unternehmen produziert in Andernach pflanzliche Extrakte. Der Beruf war auch für Giliberto anfangs unbekannt. Jetzt ist er froh, seine Begeisterung für Chemie und Technik kombinieren zu können. Neben der Produktion durchläuft er unter anderem das Lager, die Schlosserei und die EDV-Abteilung.

Eisenbahner im Betriebsdienst

Selbst Eisenbahner kann man in einem Chemie-Unternehmen lernen. Etwa bei der BASF in Ludwigshafen, wo sich 340 Kilometer Gleise durch das Werkgelände schlängeln.

In Koopera­tion mit der Deutschen Bahn wird die Fachrichtung Lokführer und Transport ausgebildet. Arne Gedowsky (19, erstes Lehrjahr) begeistern die große Technik und PS-starken Motoren: „Ich sorge zum Beispiel dafür, dass Ammoniakgas an das Großkraftwerk Mannheim, ein Kunde unseres Unternehmens, geliefert wird.“

Industriekaufmann

Ein Schulausflug zum Kunststoff-Produzenten Reno-lit in Worms hat Adem Erten Lust auf die Chemie-Industrie gemacht. Ihm gefällt die Abwechslung und der sichere Arbeitsplatz. „Eine gute Mischung“, so der 23-Jährige. Er wollte schon immer gerne mit Zahlen arbeiten.

Seit kurzem ist Erten in der Ausbildung zum Industriekaufmann bei Renolit. Gerade durchläuft er die Personalabteilung. „Der Kontakt zu Mitarbeitern und Bewerbern ist toll“, sagt der Azubi. Bald geht es noch in andere Abteilungen wie Einkauf, Verkauf und Entwicklung.

Koch

Kochen in einem Pharma-Unternehmen? Das geht! Zum Beispiel bei Boehringer Ingelheim in Ingelheim. Christian Bartz wollte schon immer am Herd stehen. Bald hat er seinen Gesellenbrief in der Hand: „Die vielseitigen Aufgaben gefallen mir besonders“, sagt der 19-Jährige.

In der Kantine, bei Veranstaltungen und im Catering hat er alle Raffinessen der gehobenen Küche kennen­gelernt. Einsätze im Lager und im Einkauf runden sein Profil ab.

 

www.chemie-azubi.de 

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Unternehmen in diesem Artikel

Röchling Automotive Germany SE & Co. KG

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Röchling Automotive Germany SE & Co. KG
Floßhafenstraße 40
67547 Worms

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Finzelberg GmbH & Co. KG

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Finzelberg GmbH & Co. KG
Koblenzer Straße 48-56
56626 Andernach

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Renolit SE

Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG

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