Service

Cappuccino trifft Socke


Waschsalon „Wash & Coffee“ zeigt, wie umweltfreundliche Wäsche-Pflege funktioniert

München. Waschen kann sooo schön sein. Und lehrreich. Jedenfalls in dem ungewöhnlichen Waschsalon „Wash & Coffee“ in München: Hier gibt es neben professionellen Pflege-Tipps auch Kaffee-Spezialitäten, Fernseher und Internet-Anschluss. Dahinter stecken Firmen wie der  Markenartikler Henkel aus Düsseldorf.

Parkettboden mit Maserung, rote Wände, im Hintergrund läuft entspannte Lounge-Musik. Es riecht nach Kaffee und Sauberkeit. Das schätzen Stammgäste wie der Münchner Dominic Mölzl. Der freischaffende Künstler kommt einmal wöchentlich zum Wäsche waschen: „Hier ist es total gemütlich, es sind immer nette Leute da“, schwärmt er.

Es gibt Caffè Latte, Macchiato oder Cappuccino, Muffins, Suppen und andere Snacks. Kleine Tische und ein gemütliches Sofa in der hinteren Ecke laden zum Zusammensitzen ein. Wozu der Luxus? „Wir erklären den Leuten, wie man ökonomisch, energiesparend, faserschonend und zugleich perfekt sauber waschen kann“, erklärt Christian Wolko, der bei Henkel das Marketing des Salons betreut.

Möglich machen‘s fortschrittliche Waschmittel und moderne Geräte. Henkel und Bosch Hausgeräte aus München haben ihre Expertise in der Wäschepflege gebündelt und stellen dafür ein perfektes Equipment zur Verfügung. So lässt sich etwa gleich eine ganze Flasche Flüssigwaschmittel in den speziellen Tank einer Maschine füllen. Die erkennt über Sensoren, wie viel Wäsche sich in der Trommel befindet und wie dreckig sie ist. Während des Waschgangs dosiert die Maschine – abgestimmt auf die Wasserhärte – exakt die richtige Menge Waschmittel.

Rettung für das Lieblingsstück

„Das schont die Umwelt und verhindert Seifenrückstände in der Kleidung“, sagt Wolko. Und verrät: „Farbige Textilien verlieren ihre Leuchtkraft, wenn man das Waschmittel dauerhaft falsch dosiert. Weiße Wäschestücke werden dadurch grau und unansehnlich.“

Viele Tricks, um ruinierte „Lieblingsstücke“ vor der Altkleidersammlung zu retten, kennt Betriebsmanager Peter Anton van der Meer. Er betreut die Kunden vor Ort. „Rotweinflecken und ähnliches sind kein Problem, da helfen wir gerne“, sagt er.

Wie bei der Kundin, die Hemden ihres Vaters aus den 70er-Jahren tragen wollte. Doch da waren Verunreinigungen drauf. „Die konnten wir alle rauswaschen!“, versichert der Experte. Selbst ein antikes Geschirrtuch aus Russland wurde wieder so sauber, dass es prompt als Kunstwerk hinter Glas in einen Bilderrahmen kam.

Dominic Mölzl hat sich ebenfalls schon beraten lassen. Er nutzt den Salon als Treffpunkt, wie viele andere Münchener.  Während er seine T-Shirts aus einem der 15 Trockner nimmt und zusammenlegt, quatscht er mit Bekannten.

Saubere Wäsche und frisches Wissen

Neben ihm sortiert eine Touristin aus Brasilien ihre Kleidung nach Farben, ihre erste Waschladung dreht sich schon in einer der 16 Maschinen. Beide nehmen später neben ihrer sauberen Wäsche auch frisch erworbenes Wissen mit nach Hause.

Wolko: „Das soll den Verbrauchern die Auswahl zwischen verschiedenen Waschmitteln erleichtern und beim Kauf einer eigenen Waschmaschine helfen.“

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang