Warum eigentlich …

… braucht man Gummi-Matten im Stall?

Foto: Fotolia

Auf hartem Boden stehen und schlafen? Das gefällt nicht einmal einer Kuh! Deshalb gibt es Matten für den Stall. Das Gummiwerk Kraiburg Elastik in Tittmoning (Bayern) produziert im Jahr etwa 1,8 Millionen Quadratmeter für Agrarbetriebe weltweit. Ausgelegt werden sie zum Beispiel in Liegeboxenlaufställen für Milchvieh.

Der Vorteil: Sie sind rutschsicher und passen sich dem Tritt der Tiere an. „Das schont Klauen und Gelenke“, sagt Produktentwicklerin Catrin Borberg. Eine Kuh wiegt gut 600 Kilo – läuft und liegt sie nur auf Beton, schadet ihr das. „Die Matten nehmen den Druck. In der Liegebox federn sie bis zu vier Zentimeter ein“, so Borberg.

Eine Variante enthält sogar kleine Korundsteine, für den natürlichen Abrieb der Klauen. Warum das Ganze? „Nur wenn die Kuh keine Angst oder gar Schmerzen hat, bewegt sie sich im Stall viel hin und her. Sie frisst dann häufiger und mehr“, erklärt die Agrarwissenschaftlerin. Das Resultat: bis zu zwei Liter Milch mehr am Tag.

Übrigens: Die Matten bestehen aus alten Autoreifen. Kraiburg recycelt pro Tag etwa 4.200 Pneus.


Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang