Bahn-Branche

Bombardier baut sein Geschäft weiter aus


Konzern produziert jetzt in NRW auch Radsätze

Siegen. Drehgestelle stellt der Schienenfahrzeugbauer Bombardier Transportation schon lange in Siegen her. Jetzt fertigt er dort auch Radsätze. In einer nagelneuen Halle.

„Mit dem neuen Radsatz-Zentrum erweitern wir unsere Kernkompetenzen vor Ort“, so Klaus Baur, Vorsitzender der Geschäftsführung Bombardier Transportation Deutschland. Die Leistungsfähigkeit eines Drehgestells hänge wesentlich von der Qualität des eingebauten Radsatzes ab.

Das neue Zentrum wird alle handelsüblichen Radsätze montieren und instand setzen – inklusive Einbau von Bremsscheiben, Lagern und Achsgehäusen.

10.000 Stück im Jahr

In diesem Jahr will Bombardier rund 1.700 Radsätze herstellen; bis 2013 soll die Fertigung schrittweise auf bis zu 10.000 Einheiten pro Jahr erhöht werden.

Der Konzern will auf Dauer die Radsätze nicht nur für eigene Züge produzieren – sondern auch an andere Unternehmen der Bahn-Branche verkaufen. Und zwar europaweit.

Das Projekt der Halle mit dem neuen Zentrum wurde in nur zehn Monaten umgesetzt. Der Bau war im Juni 2010 begonnen worden, schon Anfang April lief die Produktion an.

Das Werk in Siegen entwickelt seit mehr als 100 Jahren Drehgestelle für Loks, Triebwagen und Waggons.

Bombardier ist weltweiter Marktführer bei der Schienenverkehrstechnik. Der hat Fabriken und Niederlassungen in mehr als 60 Ländern. Rund 100.000 Bahnfahrzeuge des Konzerns sind rund um den Globus im Einsatz.

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