Gemeinsam gewinnen

Betriebsklima: Wie Reifenhersteller Pirelli mit Kickern die Vielfalt im Betrieb feiert

Breuberg/Odenwald. Konzentrierte Gesichter, geschmeidige Bewegungen, immer wieder Jubel: João-Carlos Vaz Alvares und Konstantinos Manteas auf der einen sowie Özkan Erdogan und Marco Andrade auf der anderen Seite liefern sich am Kickertisch ein packendes Finale. Pünktlich zum Schichtwechsel um 13.30 Uhr, mitten im Pirelli-Reifenwerk im Trainingszentrum.

Das Kickerturnier ist der Beitrag von Pirelli Deutschland zum 4. Deutschen Diversity Tag, der unter dem Motto „Vielfalt Unternehmen!“ bundesweit stattfand.

Das Ziel: ein tolerantes, vorurteilsfreies Arbeitsumfeld, in dem alle Mitarbeiter gleichermaßen willkommen sind und respektvoll behandelt werden – unabhängig von Geschlecht, Alter, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, sexueller Orientierung oder Behinderungen.

Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung von der 2010 gegründeten Unternehmens-Initiative „Charta der Vielfalt“ in Berlin. Die Schirmherrschaft hat Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Schnell führen die portugiesisch-griechischen „Alphas“, doch das türkisch-portugiesische Duo „One Goal, One Team“ schafft immer wieder den Anschluss. Am Ende sind die „Alphas“ die Sieger. 16:13 gewinnen die zwei Arbeiter, die um diese Zeit sonst Motorrad-Reifen fertigen.

Ihr Preis: der Pokal und ein Wochenende bei den ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring. Die Zweit- und Drittplatzierten freuen sich über Gutscheine für den von Auszubildenden gemanagten Young-Inside-Shop.

„Inspiriert von Fußball-EM und Olympischen Spielen hatten wir die Idee des Kickerturniers“, sagt Geschäftsführer Josef Lottes. „Diese Events, bei denen sich Menschen aller Nationen friedlich messen, sind perfekte Beispiele für den hohen Wert der Vielfalt, die wir auch bei Pirelli leben.“ Am Standort im Odenwald arbeiten 2.250 Beschäftigte aus 24 Ländern von vier verschiedenen Kontinenten von 16 bis 65 Jahre alt.

29 Teams haben gegeneinander um den Pokal gespielt

Im April hatten sich nach wenigen Tagen 29 Zweier- und Dreier- Teams gefunden, die unterschiedlicher Nationalität waren, mindestens 20 Jahre Altersunterschied hatten oder aus Frauen und Männern bestanden. Gespielt wurde bis zum Finale jeweils zum Schichtwechsel, oft vor Dutzenden Zuschauern.

Die Vielfalt in der Belegschaft und das Diversity-Management im Werk tragen nach Meinung des Personalchefs „entscheidend zur Entwicklung von Innovationen, der niedrigen Fluktuation, einem hohen Qualitätsniveau und somit zur Zukunftssicherung“ des Unternehmens bei. „Das ist wie bei der Produktion hochwertiger Reifen: Erst die Mischung macht’s“, so Lottes.

Das gilt auch für das Sieger-Team 2016: „Eigentlich wollten wir schon immer mal austesten, wer von uns beiden der Bessere ist“, erklärt der Grieche Konstantinos Manteas und blickt zum portugiesischen Kollegen. „Für das Turnier haben wir die sportliche Rivalität beiseitegelassen und uns zusammengetan – und gemeinsam gewonnen.“


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