Firmenkultur

Beschlaghersteller Hautau setzt auf enge Mitarbeiterbindung und qualifizierte Ausbildung

Helpsen. Mit Handschuhen und Schutzbrille steht Jasmin Bobenrieth im Labor und überprüft die Zinkkonzentration einer galvanischen Lösung. „Wir prüfen unsere Produkte regelmäßig“, sagt die Oberflächenbeschichterin von Hautau.

Der Laborcheck steht stellvertretend für den Drang nach Perfektion. Das Familienunternehmen Hautau in Helpsen im Schaumburger Land (westlich von Hannover) ist einer der global führenden Produzenten von Beschlägen und Automation rund um das Fenster. „Wir können uns am Weltmarkt nur über Qualität, Liefertreue und Zuverlässigkeit behaupten“, sagt Petra Hautau, Beiratsvorsitzende und bis 2014 Geschäftsführerin. „Die Alternative wäre ein ruinöser Preiskampf – und den machen wir nicht mit.“

Man setze auf kontinuierliche Weiterentwicklung der Produktpalette, erklärt die Beiratsvorsitzende. Das gehe nur mit kompetenten und motivierten Mitarbeitern, die zur Firma passen: „Wir sind hier familiär aufgestellt. Viele unserer aktuell 330 Mitarbeiter bleiben ein Leben lang bei uns.“

Dietmar Heinisch (52) ist ein Beispiel. Mit 14 hat er Werkzeugmacher gelernt – heute ist er Ausbildungsleiter für die gewerblich-technische Ausbildung. „Ich habe mich stets weitergebildet, erst vor kurzem absolvierte ich die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit.“

Auch Klaus-D. Vehling (65) ist ein „Eigengewächs“. Er startete 1965 als Werkzeugmacher-Lehrling beim Unternehmen. Nach Zwischenstation beim Bundesgrenzschutz ging er 1972 zurück zu Hautau, wo er von der Konstruktion bis zum weltweiten Vertrieb mehrere Stationen durchlief und 2011 zum Geschäftsführer ernannt wurde. Anfang 2015 zog er sich aus dem aktiven Geschäft zurück und wechselte in den Beirat des Unternehmens.

Dass solche Aufstiege möglich sind, zeigt die gelebte Unternehmenskultur bei Hautau. Der Mittelständler bietet gleiche Chancen für Frauen und Männer, sichere Arbeitsplätze, Unterstützung für junge Familien, Gesundheitsberater.

Und er bildet aus: Oberflächenbeschichter, Werkzeugmechaniker, technische Produktdesigner, Maschinen- und Anlagenführer, Fachkraft für Lagerlogistik, Mechatroniker und Industriekaufmann sind im Angebot. In Kooperation mit der Fachhochschule Bielefeld (Campus Minden) bietet Hautau zudem drei duale Studiengänge zum Elektrotechnik-, Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur an.

Derzeit lernen elf Auszubildende und zwei Dualstudenten im Betrieb. Sie erwartet nach ihrem Abschluss ein Arbeitsplatz mit Chance zum Weiterkommen. Jasmin Bobenrieth hat diese Chance genutzt, ist heute Vorarbeiterin und Schichtleitung. Und natürlich auch Hautau-Eigengewächs. „Ich habe von 2009 bis 2011 hier gelernt.“


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