Klettern für den Teamgeist

Beim Erlebnistag zeigen die Azubis der Firma SHW, wie gut sie drauf sind

Fellbach-Schmiden. Schritt für Schritt tastet sich Richard Gleichlan auf der wackligen Seilbrücke voran. „So schlimm ist das gar nicht“, ruft er den Teamkollegen am Boden zu. Die feuern ihn an und spannen das Seil, damit er besser vorankommt. Sechs Stationen des Abenteuer-Parcours haben die elf jungen Männer und Frauen schon gemeinsam gemeistert – eine bunt zusammengewürfelte Truppe, die eines verbindet: Alle sind SHW-Azubis.

Der erlebnispädagogische Tag im Freizeitgelände Lehmgrube in Schmiden bei Stuttgart ist das Jubiläumsgeschenk der Arbeitgeberverbände Südwestmetall und Unternehmensverband Südwest zum 650-jährigen Bestehen des ältesten deutschen Industrie-Unternehmens. 1365 begann die Geschichte der Schwäbischen Hüttenwerke und ihrer heutigen Nachfolgegesellschaften mit Erzgewinnung und -verhüttung.

„650 Jahre sind einen Blick zurück wert, aber noch mehr einen Blick nach vorn“, sagt Jörn P. Makko, Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände in Ostwürttemberg: „Wir investieren mit diesem Tag für die Auszubildenden in die Zukunft der SHW-Unternehmen.“

Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit, Genauigkeit, Kreativität, Kommunikationsfähigkeit und Mut: All die Eigenschaften, die sie für ihr berufliches Fortkommen brauchen, sollen die jungen Leute auch an diesem Vormittag beweisen. Fast alle der 120 SHW-Auszubildenden aus den Nachfolgegesellschaften der Schwäbischen Hüttenwerke – SHW Automotive, SHW Casting Technologies, SHW Storage & Handling Solutions sowie SHW Werkzeugmaschinen – sind am Start.

1.300 Mitarbeiter in der Sparte Automotive

„Wir kennen uns nicht, und trotzdem arbeiten wir im Team“, sagt Gleichlan und nimmt seinen Schutzhelm ab. Der 23-Jährige wird bei SHW Automotive in Tuttlingen-Ludwigstal zum Gießereimechaniker ausgebildet. Mit etwa 1.300 Mitarbeitern ist SHW Automotive mit Hauptsitz in Aalen die größte Nachfolgegesellschaft der Schwäbischen Hüttenwerke.

Beim Aufschichten von Klötzchen mit der Holzspinne klappte es nicht so gut mit der Feinabstimmung. Dafür lief die Wasserübergabe auf der Doppel-Seilrutsche perfekt, und auch beim Schwingen kommt das Team schnell auf die richtige Technik. Einer nach dem anderen schwingt sich am Seil in die Arme der anderen.

„Sie haben sehr gut zusammengearbeitet“, lobt dann auch Jürgen Beck seine Azubis. SHW-Ausbilder begleiten und bewerten die Teams. Beck leitet die gewerbliche Ausbildung bei SHW Werkzeugmaschinen in Aalen-Wasseralfingen. „Wir haben immer noch gute Bewerbungen. Die Leute, die wir brauchen, kriegen wir alle.“ Rund 35 der 250 Beschäftigten am Standort Wasseralfingen sind Auszubildende – so wie Laura Meyer, eine künftige Mechatronikerin.

„Die Ausbildung gefällt mir, weil sie abwechslungsreich ist und handwerklich“, sagt die 17-Jährige. Sie stehe nicht nur an der Fräsmaschine, sondern arbeite auch mit der programmierbaren Steuerung. Ihr Teamkollege Richard Gleichlan liebt besonders die Arbeit an den Öfen: „Es ist eine harte Arbeit, aber es macht sehr viel Spaß.“

Spaß haben die künftigen Fach- und Führungskräfte auch am Jubiläumsgeschenk. „Es war spürbar, wie sich von Station zu Station der Teamgeist entwickelt hat“, fasst Daniela Vollmond zusammen, die Organisatorin des Erlebnistags. Noch etwas ist klargeworden: „Die Azubis sind stolz auf die SHW.“


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