Paten für Firmennachwuchs

Bei Michelin in Bad Kreuznach helfen erfahrene Azubis den neuen

Klasse Team: Pate René Deriko (links) und sein „Schützling“ Domenique Oliveira. Foto: Werk

Bad Kreuznach. Azubis wissen: Aller Anfang ist schwer. Damit sich die „Neuen“ schneller einleben, stellt der Reifenhersteller Michelin in Bad Kreuznach seinem Neuzugang von jetzt an Paten zur Seite. Das Amt übernimmt jeweils ein Azubi aus dem dritten Lehrjahr.

Paten-System bislang einmalig

„Die älteren Azubis können sich noch gut an ihre eigene Eingewöhnungsphase erinnern“, sagt Personalleiter Peter Kubitscheck.

Sie sollen deshalb ihren jungen Kollegen bei der Orientierung auf dem großen Betriebsgelände und bei Fragen zur Ausbildung und zum Schulstoff helfen. „So können sich die Anfänger noch besser zurechtfinden“, erläutert Kubitschek.

18 junge Leute haben die Ausbildung zum Elektroniker, Industriemechaniker oder Maschinen- und Anlagenführer gerade begonnen. Einer von ihnen, Robert Baus, freut sich auf die Unterstützung durch Erkut Özdemir (21): „Er ist wie eine rechte Hand“, findet der 16-Jährige. „Ihn kann ich fragen, wenn ich unsicher bin.“

René Deriko (18) wiederum hilft Neuling Domenique Oliveira (17): „Ich werde öfter auf ihn zugehen, um zu sehen, wie er klarkommt“, verspricht der angehende Elektroniker. „Mit fast drei Jahren Erfahrung fühle ich mich inzwischen bei vielen Themen sicher.“

Vorgesehen ist, dass die Zweier-Teams bis zum Ende der Lehrzeit des Paten bestehen bleiben. Danach schlüpfen die Patenkinder in die Patenrolle. Bad Kreuznach ist Vorreiter bei Michelin: Bislang ist das Patensystem bundesweit einmalig.


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