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Bei Kremer-Kautschuk-Kunststoff verbinden sich Top-Qualität und gutes Miteinander

Bad Soden-Salmünster. Laura Krebs strahlt. Vor wenigen Wochen hat die angehende Industriekauffrau ihre Abschlussarbeit geschrieben. „Ich glaube, ich habe es gepackt“, sagt sie. Und Senior-Chefin Heike Kremer sagt: „Ich habe ihr die Daumen gedrückt.“

Kremer-Kautschuk-Kunststoff in Bad Soden-Salmünster ist ein typisches Familienunternehmen – so wie viele Firmen hier im Kinzigtal zwischen Fulda und Frankfurt. 1958 stellte Wilhelm Kremer hier nach der Lehre im heimischen Kuhstall die ersten Maschinen auf und fertigte Dichtungen. Daraus ist eine Firmengruppe gewachsen – mit aktuell 115 Mitarbeitern und 8 Azubis.

Sie fertigen Kautschuk-, Kunststoff- und Flüssigsilikon-Komponenten vor allem für die Auto-Industrie, die Medizintechnik und die Elektro-Industrie. Als Kleinserien, aber auch im Massengeschäft von bis zu 150 Millionen Stück pro Jahr. Auf Wunsch liefert man auch „just in time“ direkt in die Fertigungsmontage des Kunden.

Sogar in der großen Krise der Jahre 2008 und 2009 kam man ohne Kurzarbeit davon

Große Stärke der Firma ist das Wir-Gefühl innerhalb der Belegschaft. Wie bei Nico Paul, der hier Verfahrensmechaniker gelernt hat: „Wir kennen uns hier seit Jahren“, sagt er, „gehen freundschaftlich miteinander um.“ Die Auftragsbücher sind voll, schwere Krisen kennt man hier nicht – der Branchenmix sorgt für Unabhängigkeit. „Auch 2008/2009 kamen wir ohne Kurzarbeit davon“, sagt Sohn Julian Kremer, der zusammen mit seinem Vater Gerhard die Geschäftsführung ausübt.

Jovial führt der Junior-Chef den AKTIV-Reporter durch den modernen Maschinenpark, der die drei Rohstoffe Kautschuk, Kunststoff und Flüssigsilikon verarbeitet. Die Firma hat einen eigenen Werkzeugbau. „Mir ist es wichtig, technisch immer auf dem neuesten Stand zu sein“, sagt Julian Kremer. „Der Kunde verlangt schließlich eine Null-Fehler-Quote.“

Dafür sorgt etwa eine vollautomatische Anlage mit Kameraprüfungen – 100 Prozent Qualität sind garantiert. Ein großer Monitor, für alle Mitarbeiter in der Fertigung gut einsehbar, zeigt detailliert den aktuellen Produktionsstand. Jeder kann bei Bedarf jede der Hightech-Maschinen bedienen.

Typisch für das Familienunternehmen Kremer ist auch: Viele bleiben ein Berufsleben lang. Mit 65 Jahren muss bei Kremer noch lange nicht Schluss sein. Wer Spaß hat und fit ist, stellt sich durchaus als Teilzeitkraft zur Verfügung. „Der Erfahrungsschatz der Älteren ist unbezahlbar“, sagt Senior-Chefin Heike Kremer.

Sie leitet das Personalwesen, ist in der Region gut vernetzt und versteht es, den guten Belegschaftsmix zu garantieren. Die Mitarbeiter kommen aus neun Nationen, zum Beispiel auch aus Italien, Russland, Polen, Bulgarien und Australien.


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