So stellen sich hessische Metall- und Elektro-Betriebe auf die Zukunft ein

Bei Adam Ruppel Asbach schlägt das Herz der Wirtschaft

Modautal. Aaron und Leandra haben sich chic gemacht und lachen mit ihrer Familie und Mitarbeitern begeistert in die Kamera. Ihr Urgroßvater Adam Ruppel (94) wollte ebenfalls nicht fehlen auf dem Foto für die Kampagne „Herz der Wirtschaft“. Schließlich hat er die Firma Adam Ruppel Asbach in Modautal gegründet – auch wenn er den Hersteller von Messwerkzeugen und Präzisionsteilen mit 140 Mitarbeitern längst an Schwiegertochter und Enkelkinder übergeben hat.

Nachwuchs und Vielfalt fördern die Betriebe

Und nicht nur er freut sich, dass man sich um die langfristige Firmennachfolge keine Sorgen machen muss. Geschäftsführerin Nicole Ruppel: „Bei uns wird nun mal nicht in Quartalsabschlüssen gedacht, sondern in Generationen.“

Gut gelungen ist die Nachfolge auch beim Sensorspezialisten IBA Sensorik in Seligenstadt. Marc Ammon ist vor rund zehn Jahren in die vom Vater gegründete Firma eingestiegen und inzwischen Geschäftsführer. Gerade läuft der Umzug in ein größeres Werk, weil die alten Räume für die knapp 30 Mitarbeiter zu klein wurden. Seniorchef Karl-Heinz Ammon ist nur noch beratend tätig und genießt es, Zeit für die Enkelkinder und Hund Balou zu haben: „Wenn ich sehe, wie gut die Firma läuft, weiß ich, warum ich mich so reingekniet habe.“

Um Nachwuchsregelungen ganz anderer Art kümmert sich der Schweißtechnikspezialist Carl Cloos in Haiger (500 Mitarbeiter in Haiger, davon 39 Azubis plus Studenten). Neben der Ausbildung kann man Abitur machen und berufsbegleitend studieren. Miriam Manderbach ist diesen Weg gegangen und heute Assistentin des Entwicklungschefs. Sie sagt: „Cloos hat ein großes Herz für den Nachwuchs.“ Zumal es auch viel Unterstützung gibt, um die Ausbildungsziele zu erreichen.

Ähnliche Chancen eröffnet Norma Group in Maintal. Der Hersteller von Verbindungstechnik punktet zudem mit enormer Vielfalt. Die knapp 700 Beschäftigten am Standort vertreten 28 verschiedene Nationen. Integration wird auch bei der Beschäftigung von Menschen mit Handicap gelebt.

Und das sind nur vier von vielen weiteren guten Beispielen aus Unternehmen, die zeigen: Das Herz der Wirtschaft schlägt in der hessischen Metall- und Elektro-Industrie.


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