Spitzentreffen von 200 Entscheidern aus Hessens größter Industrie

Autos werden digital

Rüsselsheim. „Was für ein tolles Auto!“ „Den würde ich sofort mal fahren!“ „Wahnsinn, was inzwischen alles möglich ist!“ Keine Frage, das diesjährige Hessenforum des Arbeitgeberverbandes Hessenmetall bei Opel in Rüsselsheim ließ die Herzen der Teilnehmer höherschlagen.

Rund 200 Entscheider aus Hessens größter Industrie waren zum Spitzenevent der Branche gekommen, um sich über das digitale Auto und unser vernetztes Leben zu informieren. Auf Hochglanz polierte Oldtimer erinnerten an die Anfänge. Damals konnte sich wohl niemand vorstellen, welchen Siegeszug diese Technik antreten sollte.

Kundenanforderungen ändern sich dramatisch

Lust aufs Fahren weckte der ausgestellte Opel Astra OPC Extreme. Das 300 PS starke Konzeptfahrzeug bringt reinrassige Renntechnik auf die Straße. In einem kurzen Film stellte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann eine Designstudie vor, die im Fahrzeug-Cockpit ganz auf Hardware verzichtet und stattdessen alle wichtigen Informationen einschließlich Navi über einen Beamer ins Blickfeld des Fahrers projiziert.

„Die Kundenanforderungen verändern sich dramatisch“, stellte Neumann fest. Sprachsteuerung und die Verbindung von Auto und Mobiltelefon werden immer wichtiger. Opel habe darauf längst reagiert, und so beruhe der Erfolg des Lifestyle-Flitzers Adam auch darauf, dass er das bestvernetzte Fahrzeug seiner Kategorie sei.

„Die Smartphonisierung des Lebens erreicht das Auto, und dies wird unser Leben einfacher und komfortabler machen, uns aber auch vor ganz neue Herausforderungen bei Qualität und Sicherheit von Produkten und Daten stellen“, erklärte Wolf M. Mang, Vorstandsvorsitzender von Hessenmetall.

Jens Monsees von Google Deutschland berichtete vom Projekt „fahrerloses Auto“, das aktuell in den USA noch in der Testphase ist und das auch darauf aufbaut, dass Fahrzeuge miteinander kommunizieren. Prototypen sollen schon in einigen Jahren am Straßenverkehr teilnehmen.

Die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung moderner Fahrzeuge nimmt beim Zulieferer Continental starken Einfluss auf die Produktentwicklung und ist laut Conti-Manager Rainer Hetzer keine Vision mehr: „Wir befinden uns mittendrin in der Entwicklung und Umsetzung.“

Ein Beispiel: Autofahren durch die Erkennung des Umfelds in bis zu 200 Meter Entfernung und sogar um die Ecke herum. Besonders wichtig ist, dass sich Mensch und Fahrzeug auch verstehen. Hetzer: „Der Fahrer muss wissen, was gerade passiert, denn nur so kann er Vertrauen in die Technik aufbauen.“


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