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Projekt des Märkischen Arbeitgeberverbands

Ausbildungsfähigkeit fördern – Jugendliche werden in sieben Monaten fit für Lehre

Warteschleife auf dem Berufskolleg gedreht, sich zu spät für eine Ausbildung beworben: Manche Jugendliche tun sich extrem schwer, den Sprung ins Berufsleben zu schaffen. Ein Projekt des Märkischen Arbeitgeberverbands hilft ihnen.

Aufmerksame Zuhöhrer: Ruwen Seibert, Johann Miller und David Ahmeti (von links) mit Ausbilder Andreas Jakubik. Foto: Roth

Aufmerksame Zuhöhrer: Ruwen Seibert, Johann Miller und David Ahmeti (von links) mit Ausbilder Andreas Jakubik. Foto: Roth

Iserlohn/Menden. Mit wenig glänzenden Noten die Schule verlassen, zweijährige Warteschleife auf dem Berufskolleg gedreht, den Zug für die Bewerbung um den Ausbildungsplatz in diesem Jahr verpasst: Für Ruwen Seibert, Johann Miller und David Ahmeti sah es Anfang des Jahres nicht ganz so rosig aus. Die drei haben aber die Kurve gekriegt. Zum 1. September haben sie ihre Ausbildung bei thyssenkrupp Hohenlimburg angetreten.

„Sie haben bei uns ein Praktikum gemacht und dabei überzeugt“, berichtet Personalchef Markus Zobel: „Im normalen Bewerbungsverfahren wären sie vermutlich rausgefallen.“ Dank des Projekts „Förderung der Ausbildungsfähigkeit“ konnten sie jedoch in der Praxis zeigen, was sie draufhaben.

In sieben Monaten fit für die Metaller-Praxis gemacht

Ziel erreicht, konnte so Josef Schulte, Geschäftsführer des Märkischen Arbeitgeberverbands (MAV), jetzt vermelden. Zum wiederholten Mal hatte der MAV die siebenmonatige Maßnahme in der verbandseigenen Ausbildungsgesellschaft Mittel-Lenne (ABG) auf den Weg gebracht, um Jugendliche mit wenig Chancen auf eine Lehrstelle auf eine gewerblich-technische Ausbildung vorzubereiten.

Im Ausbildungszentrum Letmathe lernen sie Grundlagen der Metall- und Elektrotechnik – und dass es auch auf Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und selbstständiges Arbeiten ankommt. Dann geht es sechs Wochen in ein Praktikum.Der Start war eher enttäuschend, erinnert sich ABG-Geschäftsführer Andreas Weber: „Wir haben am Hönne-Berufskolleg in Menden 60 junge Leute informiert und nur 8 Bewerbungen bekommen.“ Mit 12 statt der geplanten 16 Teilnehmer startete das Projekt im Februar – für 8 endete es mit dem erhofften Ausbildungsplatz.

Beim Nachwuchs nicht nur auf Top-Kandidaten setzen

„Als Verband möchten wir unsere Mitgliedsunternehmen bei der Fachkräftesuche unterstützen und dabei auch neue Bewerberpotenziale erschließen“, erklärt Schulte die Projektidee: „Außerdem haben wir eine gesellschaftliche Verantwortung.“ Die sieht auch Personalchef Zobel, der in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen mit den Qualifizierungsprojekten des MAV gemacht hat. Fünf weitere Unternehmen in Letmathe, Hemer und Menden haben ebenfalls einen Auszubildenden übernommen. „Und es hatten noch mehr Interesse“, berichtet Schulte.


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