Menschen

Ausbildung mit Durchblick


Wie Isabella Danzer bei Infineon Studium und Lehre kombiniert hat

Regensburg. Es war ein straffes Programm: tagsüber die Bank im Hörsaal drücken – abends pauken. Und nach den schweren Klausuren am Semesterende auf Ferien verzichten und im Unternehmen arbeiten. Fünf Jahre lang. Isabella Danzer wusste, was sie 2005 mit dem „dualen Studium“, einer Kombination aus Lehre und Hochschul-Ausbildung, begann. Sie war sich aber auch sicher: „Wenn ich das anfange, ziehe ich es auch durch.“

„Ich habe den Praxisbezug gesucht“

Die Mechatronikerin hat Wort gehalten. Nach der Zweifachbelastung hat sie heute neben ihrer abgeschlossenen Lehre beim Chip-Hersteller Infineon das FH-Diplom der Hochschule Regensburg in der Tasche – mit Auszeichnung. 2010 gehörte die 24-Jährige damit bayernweit sogar zu den fünf besten Absolventen des dualen Studiums.

Seit einem halben Jahr arbeitet Danzer nun als Entwicklerin für Infineon. „Freunde von mir hatten während des Studiums bestimmt mehr Freizeit als ich“, sagt sie. Aber die gebürtige Niederbayerin wollte nicht nur im Hörsaal sitzen, sondern schon in jungen Jahren ein Unternehmen von innen kennenlernen.

„Ich habe den Praxisbezug gesucht“, erklärt sie, „und außerdem studiert es sich mit einem finanziellen Polster einfacher.“

Auf „normalem“ Weg hätte eine solche Doppelausbildung nach dem Abitur mindestens zwei Jahre länger gedauert. Das duale Studium bei Infineon, über das sie eher zufällig im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur stolperte, kam deshalb wie gerufen. „Für mich war vor allem sehr beruhigend, schon während meines Studiums in einem Unternehmen den Fuß in der Tür zu haben“, sagt Danzer.

Ihre Überlegung: Welche Firma lässt schon einen Mitarbeiter gehen, der sich unter großem Stress und über viele Jahre sowohl im Betrieb als auch im Hörsaal bewährt hat?

Enge Bindung zum Unternehmen

Viele ehemalige Kommilitonen an der Hochschule hätten während der Konjunkturkrise große Sorgen gehabt, bei einem Unternehmen unterzukommen, erzählt Danzer. Sie baute von Beginn an auf Infineon – und wurde nicht enttäuscht.

Heute arbeitet die Nachwuchskraft in der Entwicklung – dort wo es ihr in der Vergangenheit schon den größten Spaß gemacht hat. „Ich glaube, die Personalabteilung kannte nach fünf Jahren meine Fähigkeiten recht gut“, sagt Danzer.

Wie Infineon hatte auch die Absolventin nach der langen Zeit zum Kennenlernen das Gefühl, dass sie zu ihrem Arbeitgeber passt. Sie hatte im Unternehmen den Durchblick: „Ich kannte die Strukturen, die Kollegen, die Aufgaben – das war ein Riesenvorteil für mich.“

Meine Arbeit

Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?

Für Technik konnte ich mich schon immer begeistern. Während meines „dualen Studiums“ bei Infineon hat es mir in der Entwicklungsabteilung besonders gut gefallen – deshalb bin ich nach meinem Abschluss gleich dabei geblieben.

Was reizt Sie am meisten?

Ich finde es toll, so abwechslungsreiche Aufgaben zu haben. Auch die Zusammenarbeit mit vielen anderen Bereichen des Unternehmens macht großen Spaß.

Worauf kommt es an?

Durchhaltevermögen, Offenheit für neue Ideen und Teamfähigkeit. Außerdem sollte man nie das Ziel aus den Augen verlieren!

 

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang