Duales System

Ausbildung: Berufsschulen droht ein Engpass

Moderne Maschinen, Laptops, Tablets fehlen oft, und es mangelt an Lehrern. Werden die Berufsschulen zum Engpass bei der Ausbildung? Das darf nicht passieren, warnt der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands.

Dr. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands NiedersachsenMetall. Foto: Verband

Dr. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands NiedersachsenMetall. Foto: Verband

Nicht erst in Zukunft wird es einen sehr intensiven Wettbewerb der Unternehmen um guten, kreativen Nachwuchs geben, wir haben ihn heute schon. Der Ausbildungsmarkt hat in den vergangenen zehn Jahren komplett gedreht.

Und deswegen ist es so ungemein wichtig, dass wir uns auch um Jugendliche kümmern, die als Flüchtlinge zu uns gekommen sind. Ihnen müssen wir mit Praktika oder Einstiegsqualifizierungen den Weg in eine duale Ausbildung ebnen. Auch wenn der Erfolg nicht auf Knopfdruck sichtbar ist.

Vor diesem Hintergrund kommt den Berufsschulen eine entscheidende Rolle zu. Hier gibt es aber vielfach weder die modernen Maschinen, weder Tablets, Laptops und E-Learning noch die erforderliche Zahl von Berufsschullehrern oder die notwendige Anbindung ans Breitbandnetz.

Wir sind zu Recht stolz auf die duale Ausbildung – um sie beneidet uns die ganze Welt. Aber wir müssen aufpassen, dass uns der Nachwuchs in den technischen Berufen nicht abhandenkommt, weil den Berufsschulen die Lehrkräfte ausgehen und der Netzausbau die Berufsschulen nicht erreicht.


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