Maschinenbau

Aufzüge für die Allianz Arena – und Einfamilienhäuser


Dornach. Auf und Ab: Damit kennt sich die Firma Vestner Aufzüge aus. Denn das mittelständische Unternehmen in Dornach bei München bietet Rolltreppen und Lifte an.

Produkte von Vestner fahren unter anderem im VIP-Bereich der Münchner Allianz-Arena. Auch in der Berliner Parteizentrale der SPD und in der Audi-Zentrale in Ingolstadt gleiten die Menschen mit Vestner nach oben oder nach unten.

Das Unternehmen stellt bislang vor allem Personenaufzüge her, die in Wohnanlagen oder in größeren Bürokomplexen gebraucht werden. Auf Wunsch der Kunden können sie auch mal luxuriöser sein – etwa mit Musik, LED-Licht oder Duftspendern.

12.000 Euro kostet ein Lift für Einfamilienhäuser

In Zukunft soll sich aber auch der Besitzer eines Einfamilienhauses für Vestner-Lifte interessieren. Rund 12.000 Euro kostet das neue Modell, das speziell für kleine Gebäude entwickelt worden ist und barrierefreies Wohnen ermöglicht.

„Da besteht ein riesiger Bedarf“, sagt Geschäftsführer Paul Vestner. Er leitet mit seinem Sohn Simon das Familienunternehmen, das mit den viel größeren Herstellern wie Thyssen, Kone, Otis und Schindler konkurriert.

Den neuen Aufzug wird es unter anderem im Baumarkt zu kaufen geben. Wie Ikea-Möbel wird er in Einzelteilen geliefert und kann sogar vom Kunden selbst montiert werden. „Der talentierte Hobby-Handwerker schafft das ohne Probleme“, verspricht der Chef. Auch eine Tüv-Abnahme ist nicht nötig – egal ob der Aufzug innen oder außen installiert wird.

Nach einer Anlaufphase rechnet Vestner mit gut 1.500 verkauften Liften pro Jahr – der Erlös daraus entspräche rund einem Drittel des derzeitigen Umsatzes. Vestner verkauft Produkte für rund 50 Millionen Euro jährlich. 90 Prozent des Geschäfts laufen in Deutschland und Österreich, den zwei Ländern, in denen Partner und Tochterfirmen die Fertigung machen. Das Mutterunternehmen selbst stemmt mit rund 170 Mitarbeitern Verwaltung, Vertrieb und Entwicklung.

Auf dem neuen Modell für Eigenheime ruhen große Erwartungen. Man verweist darauf, dass sich die Türen automatisch zur Seite schieben, während sie bei den Konkurrenzprodukten in diesem Segment meist von Hand geöffnet werden. Stolz ist man auch auf die mögliche Stromversorgung mit Solarzellen. „Das habe ich mir in Indien abgeguckt“, sagt Paul Vestner. Eine zusätzliche Energiequelle für Aufzüge sei dort sehr beliebt – wegen der vielen Stromausfälle.

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