Nord vor Ort

Auftragsboom für Airbus


Nun braucht der Flugzeugbauer mehr Personal

Das neue Jahr begann für die Mitarbeiter der EADS-Tochter Airbus und ihre Zulieferer mit einer Fülle guter Nachrichten: Die indische Fluggesellschaft Indigo bestellte 180 Maschinen des Typs A320, wenig später folgte Virgin America mit einer Order über 50 Flugzeuge, und zeitgleich teilte das Unternehmen mit, dass Airbus bis Ende 2011 bis zu 3.000 neue Mitarbeiter einstellen will, viele davon in Deutschland.

Jubel auch bei den Zulieferern

Vor allem der Abschluss mit den Indern sorgte für gute Stimmung. Der Listenpreis für die Maschinen liegt bei umgerechnet 11,6 Milliarden Dollar. Das ist der größte Einzelauftrag für Passagierjets in der Geschichte der kommerziellen Luftfahrt.

Auch die Bilanz für das vergangene Jahr fiel überraschend positiv aus. Mit 510 ausgelieferten Verkehrs- und 20 Militärflugzeugen konnte Airbus den US-Konkurrenten Boeing erneut hinter sich lassen. „Alles in allem war 2010 ein ziemlich gutes Jahr“, kommentierte der Chef des Unternehmens Tom Enders die Zahlen. Den Wert der 2010 bestellten Maschinen bezifferte er auf rund 55 Milliarden Dollar.

Der Boom löste nicht nur bei Airbus in Hamburg Jubel aus, sondern auch bei den Zulieferern in Norddeutschland. Das gilt vor allem für die Premium Aerotec GmbH, die 2009 durch eine Zusammen-legung des EADS-Werks Augsburg mit den Airbus-Werken in Nordenham und Varel entstanden war.

An den zwei Standorten fertigen über 3.300 Mitarbeiter Teile für den Airbus. Ihre Jobs sind nach Einschätzung von Fachleuten nun für viele Jahre gesichert.

 

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