Weltmarktführer

Auf Zack bei der Zahnradfertigung


Der Maschinenbauer Präwema in Eschwege feiert 100. Geburtstag

Es brummt gewaltig bei uns!“ Jonas Montag, Industriemechaniker beim Maschinenbauer Präwema in Nordhessen, ist zufrieden.  Vor einem Jahr absolvierte er seine Prüfung  und wurde sofort übernommen. „Qualifizierte Facharbeiter sind Mangelware, deshalb sind wir froh, dass wir rechtzeitig auf eine eigene Ausbildung gesetzt haben und so unseren Nachwuchs sichern“, sagt Diplom-Ingenieur Jörg Schieke, der Präwema-Geschäftsführer.

Neben 15 eigenen Auszubildenden werden  50 weitere Jugendliche im Verbund ausgebildet, darunter BA-Ingenieure über die Berufsakademie Eisenach – und das bei 185 Beschäftigten insgesamt.

Der Betrieb, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert, produziert Maschinen zur Fertigung von Zahnrädern  und gilt als Markt- und Technologieführer weltweit. Aktuell sind die Auftragsbücher bis ins Jahr 2009 hinein prall gefüllt. Alles läuft auf Hochtouren.

Die erforderliche Genauigkeit kommt mit der Hontechnologie. Wie Schleifen, Fräsen oder Drehen ist das Honen eine besondere Form der Metallbearbeitung,  ein spanabhebendes Fertigungsverfahren.

Tausendstel Millimeter

Durch Honen werden Teile mit höchster Präzision bis in den Tausendstel Millimeter-Bereich hinein exakt gefertigt. Die Kunden fragen nach einem Zahnrad, zum Beispiel für ein Fahrzeuggetriebe, und geben vor, in welcher Qualität und in welcher Geschwindigkeit dieses Teil gefertigt werden soll.

„Unsere Aufgabe ist es dann, die dafür geeignete Maschine zu entwickeln und zu bauen“, erläutert Schieke.

Zwischen 30 und 40 Honmaschinen werden in Eschwege pro Jahr entwickelt und produziert. Schieke:  „Da Aufbau, Inbetriebnahme, Schulung und Service mit zum Angebot gehören, sind unsere Mitarbeiter auch oft im Auslandseinsatz.“

Gute Auslastung 

Ein weiteres wichtiges Standbein ist die Auftragsfertigung von Zahnrädern oder anderen Metallteilen in kleinen Stückzahlen. Schieke: „Unsere Anlagen sind dadurch gut ausgelastet und unsere Mitarbeiter wissen aus eigener Erfahrung, was ihre Leistung ‚draußen‘ am Markt wert ist.“

Um sich auf dem globalen Markt besser behaupten zu können, hat sich Präwema mit neun anderen Unternehmen zur DVS-Gruppe zusammengeschlossen. In der Zerspanungstechnik wurde damit eine Basis geschaffen, die in den Bereichen Drehen, Verzahnen und Schleifen ein Höchstmaß an Präzision, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit bietet.

So werden unter einem Dach für jeden Kunden individuelle  Lösungen für die weltweite Anwendung entwickelt und produziert. Synergien werden zudem genutzt, um Kosten zu sparen, zum Beispiel durch gemeinsame Vertriebswege oder gemeinsamen Einkauf.

Schieke: „Gemeinsam stark und dennoch selbstbewusst und eigenständig handeln, das ist für uns der richtige Weg in die Zukunft.“

Maja Becker-Mohr

 

Info: Präwema Antriebstechnik GmbH

Das Unternehmen wurde 1908 in Berlin gegründet und nach dem Zweiten Weltkrieg in Eschwege neu aufgebaut.

Der Name ergibt sich aus dem Wort Präzisionswerkzeugmaschinen. Rund 180 Beschäftigte erwirtschafteten 2007 einen Umsatz von rund 32 Millionen Euro. 2008 soll erstmals die 40-Millionen-Marke überschritten werden.

Infos: www.praewema.de

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