Mittelstand

Auf Sonderwünsche spezialisiert


Baka fertigt Gabelstapler nach Maß

Remshalden. Wer einen Ga-belstapler braucht, hat manchmal ganz genaue Vorstellungen davon. Beim Hersteller Baka in Remshalden-Geradstetten ge-hen deshalb oft lange Listen mit Extrawünschen ein. Für Baka kein Problem. Denn der Betrieb hat sich auf Sonder­lösungen spezialisiert.

80 Prozent der Aufträge sind maßgeschneidert: Bestellt werden beispielsweise Hubwagen mit speziellen Ga­beln, die schwere Papierrollen aufnehmen können, oder auch sogenannte „Werkzeug-Wechsel-Wagen“.

Das sind Hubstapler, die  einen kompletten Werkzeugsatz aus großen Pressen herausziehen und im Gegenzug vormontiertes neuesWerkzeug einschieben können. „Das vereinfacht und beschleunigt den Werkzeugwechsel ungemein und  spart so dem Kunden Zeit und Geld“, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Kurz. Strategie sichert das Überleben Außerdem ist das Arbeiten mit diesen Spezial-Staplern für die Mitarbeiter sicherer und Schäden am Werkzeug werden vermieden.

Die Konzentration auf Nischenprodukte sichert die Zukunft des 65-Mann-Un­ternehmens. Ausschließlich mit Serien-Staplern, wie Baka sie bis Mitte der 90er-Jahre im Programm hatte, hätte die kleine Firma nämlich auf Dauer im Wettbewerb mit den Großen nicht überleben können.

 

Das erkannten die heutigen Inhaber rechtzeitig: Eugen Blum und Norbert Kurz, Bruder von Geschäftsführer Wolfgang Kurz, waren früher leitende Angestellte und übernahmen das alt eingesessene Unternehmen im Jahr 1995. Von Anfang an setzten sie auf Spezialisierung.

Seither hat sich der Betrieb einen Namen gemacht. Mit Lösungen wie zum Beispiel einem „Vierwege-Seitenstapler“, dessen Räder in alle Richtungen drehbar sind. Vorteil dieses Gerätes: Es kann nicht nur vorwärts und rückwärts fahren, sondern auch seitlich. Das spart viel Platz. Deshalb wird dieses Fahrzeug gern in engen Lagerhallen eingesetzt.

Lohnkosten fallen stark ins Gewicht

Sonderwünsche und Spezialanfertigungen verlangen von dem Unternehmen Flexibilität. Und auch eine hohe „Fertigungstiefe“: Das heißt, von der Konstruktion über die Produktion bis hin zur Kontrolle wird in dem Werk in Geradstetten alles selbst gemacht. Nur wenige Teile kauft Baka zu – etwa die Antriebe oder  Komponenten, wie die Hydrauliken und die Elektronik.

Viel Handarbeit, kaum Automatisierung: Da fallen die Lohnkosten ordentlich ins Ge­wicht. Nachdenklich sagt Ge­schäftsführer Wolfgang Kurz deshalb mit Blick auf die anstehende Tariflohn-Erhöhung:  „Eine Drei oder Vier vor dem Komma würde uns echte Prob­leme bereiten und unsere Verkaufsmöglichkeiten erheblich belasten.“

Rut Katzenmaier

 

Info: D. Bader Söhne GmbH & CO. KG (Baka)

Das Unternehmen fertigt mit 65 Mitarbeitern FlurförderFahrzeuge, Hubwagen und Sondergeräte für Händler, Erst­ausrüster und Endkunden in Deutschland sowie im angrenzenden Ausland. Das Unternehmen erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von knapp 8 Millionen Euro.

www.baka.de

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