Nutzfahrzeugbau

Auf dem Prüfstand


Bereit für den Test: Mitarbeiter von MAN mit einem Lastwagen-Motor auf einem der Prüfstände im Nürnberger Entwicklungszentrum von MAN. Foto: Karmann

Neues MAN-Zentrum für die Entwicklung von Lkw-Antrieben

Nürnberg. Mal Hitze, mal Kälte, mal hohe Luftfeuchtigkeit – das sind die harten Bedingungen für Motoren. Der Nutzfahrzeug-Konzern MAN simuliert in seinem neuen Nürnberger Entwicklungszentrum extremes Klima – und testet auf diese Weise die Zuverlässigkeit seiner Antriebe für Lastwagen und Busse.

16 Prüfstände für Motoren und ein Prüfstand für Brummis gibt es dort für die technischen Bewährungsproben. Die Vorteile für MAN und für die Umwelt: Viele Messfahrten werden von der Straße auf den Prüfstand verlagert, und der Motortest in der Halle spart Kraftstoff.

Schadstoff-Normen sind der Maßstab

Echte Fahrsituationen wie das Bremsen und Anfahren im dichten Stoßverkehr werden nachgestellt. Dabei wird übrigens die Bremsenergie in das Stromnetz des Entwicklungszentrums eingespeist. Entscheidend ist, dass die Motoren die vorgeschriebenen Abgas-Grenzwerte einhalten – die für die einzelnen Märkte unterschiedlich sind. In der Europäischen Union etwa gilt die Schadstoff-Norm „Euro 5“, von 2013 an die Norm „Euro 6“.

Nur wenn die Antriebe diese Anforderungen erfüllen, werden sie zertifiziert. Das heißt, MAN erhält dann die Zulassung für die jeweilige Region.

35 Millionen Euro hat sich die MAN Nutzfahrzeuge AG diese Investition kosten lassen – ein Signal in einer schweren Zeit für die Branche. „So stärken wir den Standort Nürnberg und sichern unsere Technologie-Führerschaft im Motorenbau“, sagt Bernd Maierhofer, der Vorstand für Forschung und Entwicklung.

Trotz leichter Erholung sind die Fabriken in der Nutzfahrzeug-Industrie bei weitem nicht ausgelastet. Im Nürnberger Motorenwerk (3.600 Mitarbeiter), zu dem das Entwicklungszentrum gehört, wird nach wie vor kurzgearbeitet.

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