Qualität

Auch Kühe wollen Pflege


Agraria Pharma ist auch auf Spezial-Aufträge von außen eingestellt

Dresden. Zwei, drei Handgriffe noch – dann kann sich Dietmar Schreiber entspannt zurücklehnen: Der Wirbelschichtgranulator der Agraria Pharma in Dresden ist nach der Reinigung wieder blitzsauber. Der nächste Produktionszyklus nach dem anspruchsvollen „GMP-Qualitätsstandard“ der Pharma-Industrie kann beginnen.

„Heute stellen wir unser Ventrasan her“, erläutert Geschäftsführerin Sabine Reiß. Es hilft kleinen und großen Tieren in nicht infektiösen Fällen von Durchfall, Magen- und Darmbeschwerden. Clou ist der Wirkstoff: Eichenrinde.

Die Firma (zwölf Mitarbeiter) produziert Tierarzneien, Ergänzungsfutter- und Tierpflegemittel. Etwa „Dipp-Mittel“ zur Euter-Behandlung nach dem maschinellen Melken von Kühen. „Sie dienen der Zitzenhautpflege“, erklärt Vertriebschef Frank Zönnchen, „und verschließen schnell die Strichkanäle, um Infektionen vorzubeugen.“

Der Vorteil von kleinen Maschinen

Die Produkte, die alle amtlich zugelassen sein müssen, werden bundesweit vertrieben. „Die Konkurrenz ist groß“, sagt Zönnchen, und Export sei in diesem Fall leider keine Alternative: Dafür würde jeweils eine teure europäische Zulassung gebraucht.

Deshalb hat sich Agraria Pharma ein zweites Standbein geschaffen, das inzwischen schon zwei Drittel des Geschäfts ausmacht: Man produziert in Lohnfertigung auch für die Nahrungsmittel- und Pharma-Industrie.

Mit den kleinen Maschinen lässt sich schnell, flexibel und mit hoher Qualität produzieren. „Für die großen Unternehmen wäre die Kleinproduktion viel zu teuer“, sagt Zönnchen. „Deshalb nehmen sie unser Angebot gerne in Anspruch.“

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