Top-Zulieferer

Allerkleinste Teilchen helfen den bohrenden Riesen


Zulieferer Ruhl & Co. GmbH gibt dem Rost keine Chance

Wetzlar. „Die Abwrackprämie war für uns ein echter Segen!“ Frank Benner und Stefan Ruhl, Geschäftsführer des Galvanikspezialisten Ruhl in Wetzlar, haben dank des erfolgreichen Wirtschaftsförderprogramms wieder gut zu tun. „Weil wir vorrangig für Zulieferer der Automobil-Industrie arbeiten, ging der Umsatz anfangs um rund 30 Prozent zurück“, erläutert Benner. Doch inzwischen sieht es wieder besser aus.

Seit über 30 Jahren versteht sich das Familienunternehmen als Systempartner für maßgeschneiderte Oberflächen. „Mit dem richtigen Schutz können Schrauben, Muttern aber auch Bauteile selbst unter härtesten Einsatzbedingungen lange halten“, betont Benner.

Dabei geht das Leistungsangebot von Ruhl über das einfache Verzinken weit hinaus. Das Unternehmen gilt nach eigenen Angaben als europäischer Marktführer bei Zinn-Zink-Legierungen. Das Besondere an dieser Beschichtung: Der Korrosionsschutz wird kombiniert mit hoher Leitfähigkeit. Das ist vor allem bei elektronischen Bauteilen wichtig.

Ebenfalls im Programm: Beschichtungen aus Zink-Nickel-Legierungen sowie Kupfer. Speziell für Bauteile, die auf Bohrinseln eingesetzt werden, entwickelte Ruhl eine Oberfläche mit Nano-Partikeln, die drei- bis viermal so lange vor Rost schützt, wie die bisher vom Hersteller verwendete Lackschicht.

Service und Vertrauen

Geschäftsführer Ruhl: „Wir liefern eben Service und Beratung, suchen das Beste für den Kunden.“ Das reicht von einem einfacheren Verfahren bis zur Neuentwicklung einer Beschichtung. In einzelnen Fällen wurde für einen Auftrag sogar schon ein Unternehmen des Wettbewerbs empfohlen.

„Wenn nur so das Beste im Hinblick auf ein ganz bestimmtes Beschichtungsverfahren drin ist, leisten wir eben diesen ganz besonderen Dienst, den die Kunden zu schätzen wissen.

Schließlich verkaufen wir Service und Vertrauen“, betont Ruhl.

In den letzten Boom-Jahren wurden mehrere Millionen Euro in den Standort investiert. Alle Bearbeitungsstraßen sind neben Verfahrenstechnik und Umweltschutz auch hinsichtlich Steuerungstechnik auf dem neuesten Stand.

So durchlaufen jeden Werktag rund um die Uhr Tausende von Teilen bei Ruhl die galvanischen Beschichtungsanlagen. Rund 80 Prozent der Ware verlässt bereits innerhalb von 24 Stunden gut gerüstet gegen Rost den Betrieb. Kein Wunder, dass sich in fast allen Autos, die auf Europas Straßen unterwegs sind, Teile finden, deren Oberflächen bei Ruhl veredelt wurden.

 

Info: Ruhl & Co. GmbH

Das Unternehmen in Wetzlar bietet seit über 30 Jahren maßgeschneiderte Galvanik-Oberflächen für Bauteile der Industrie. Das Unternehmen ist im Familienbesitz und beschäftigt 28 Mitarbeiter. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr im einstelligen Millionenbereich, etwa 10 Prozent wurden im Export erzielt.

www.ruhlgmbh.de

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