Pflege für Beete und Rasen

Al-ko fertigt pfiffige Geräte für die Gartenarbeit

Kötz. Schlüssel rein, Fuß aufs Gas und los geht’s: „Ein Rasentraktor fährt sich fast wie ein Auto“, sagt Jürgen Frank, Marketingleiter für Garten und Hobby von Al-ko in Kötz bei Günzburg. „Nur nicht ganz so schnell.“

Eine halbe Million Rasenmäher verkauft der Gartengeräte-Spezialist im Jahr. Darunter sind große Modelle zum Draufsitzen und kleinere zum Schieben, viele mit Benzinmotor. Ein Akku liefert hier die Energie zum Start. So entfällt das lästige Ziehen an der Anlasserschnur.

Mit der Akku-Technik haben die Ingenieure noch viel vor. In Elektromähern, dem beliebtesten Gartengerät der Deutschen, sorgen sie dafür, dass niemand mehr aus Versehen das Kabel überfährt – weil es gar keines braucht. Strom aus dem Akku versorgt Antrieb und Schneidewerk. Pfiffig: Der Stromspeicher, der im Mäher steckt, passt bald auch in die Heckenschere. 2016 soll die Wechseltechnik serienreif sein. Alle Geräte werden im neuen Technikzentrum in Kötz entwickelt. Gleich nebenan liegt das Testgelände, ein riesiges Rasenrondell umrahmt von Hecken.

Al-ko bezieht auch Produkte aus Fernost. Gefertigt werden die hochwertigen Mäher jedoch in Österreich, in der Steiermark. Das hat historische Gründe. Das Alpenland, das in den 50er-Jahren noch nicht zum europäischen Wirtschaftsraum gehörte, war für Al-ko schon früh ein wichtiger Markt. Um die Einfuhrzölle zu umgehen, ließ Gründer Alois Kober dort eigene Werke errichten.

„Mähroboter sind der am schnellsten wachsende Markt der Branche“, so Frank. Al-ko hat mehrere selbst entwickelte Modelle auf dem Markt. Die Helfer pflegen den Rasen allein. „Doch die meisten lassen sie abends fahren“, so Frank, „weil es Spaß macht, zuzugucken.“ Die Doppelmesser schnippeln ein Stück der Halme oben ab. Das Gerät häckselt sie und bläst sie als Dünger in den Rasen zurück. So muss niemand Grünschnitt entsorgen.

630 Millionen Euro Umsatz (2014) erzielt Al-ko nicht allein mit Rasenmähern. Die Firma stellt auch Lüftungsanlagen her, etwa für Messehallen und Schwimmbäder sowie Pumpen. Sie legen überflutete Keller trocken, bewässern Beete und speisen Regenwasser über Mini-Wasserwerke ins Haus ein. Bekannt ist Al-ko zudem durch Technik für Reisemobile: Achsen, Federung und ganze Chassis.

Technik aus Kötz funktioniert sogar am Südpol, wo jetzt gerade tiefer Winter herrscht. In der Forschungsstation „Neumayer III“ hält eine Lüftungsanlage von Al-ko die Wissenschaftler mollig warm.


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