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Abschluss für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland unter Dach und Fach

Frankfurt. Und auf einmal ging alles ganz schnell: Nur einen Tag nach dem Pilotabschluss der Metall- und Elektro-Industrie in Baden-Württemberg erzielten auch die Verhandlungspartner in Frankfurt einen neuen Tarifabschluss.

In der vierten Runde einigten sich die Arbeitsgemeinschaft M+E Mitte und die IG-Metall-Bezirksleitung Mitte auf 3,4 Prozent mehr Geld ab dem 1. April 2015 sowie eine Einmalzahlung von 150 Euro. Darüber können sich nun die rund 400.000 Beschäftigten der Metall- und Elektro-Industrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland freuen. Der Vertrag gilt für die nächsten 15 Monate.

„Damit sind wir beim Entgelt an die absolute Grenze des Möglichen gegangen“, betonte Thomas Brunn, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite. „Bei den Themen Altersteilzeit und Weiterbildung haben wir dafür jedoch mit einer an die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen und die demografische Herausforderung angepassten Lösung viel erreicht“, ergänzte er.

So wurden unter anderem Modelle zur Weiterbildung entwickelt, ohne dass es dadurch zu einer höheren Kostenbelastung der Betriebe durch zusätzliche Zwänge kommt.

Mitarbeiter haben demnach keinen individuell durchsetzbaren Anspruch auf persönliche Weiterbildung. Allerdings wurde ein Modell vereinbart, damit sich Beschäftigte ein finanzielles Polster aufbauen können, auf das sie während der Bildungsphase zurückgreifen können.

Das Modell muss der Mitarbeiter selbst finanzieren. Das gelingt über eingezahlte Sonderzahlungen und das Ansparen von Stunden auf dem Arbeitszeitkonto. Die Einzelheiten dieses Bildungskontos müssen dann in einer Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geregelt werden.

Was die Vorsitzenden der fünf Bezirksgruppen des Arbeitgeberverbands Hessenmetall zum Abschluss sagen:


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