Pharma-Industrie

Ab in die Schachtel


Hightech-Verpackungscenter von Böhringer Ingelheim befüllt 250 Millionen Stück im Jahr

 

 

Ingelheim. Im Sekundentakt greifen kleine Maschinen-Arme nach den Pappschachteln. Öffnen sie und schieben abgepackte Kapseln samt gefaltetem Beipackzettel hinein. Klappe zu, Etikett drauf.

 

 

 

Beim Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim in Ingelheim läuft einer der modernsten und effizientesten Verpackungsbetriebe Europas: das LogiPack-Center.    

 

 

 

„Ein hochsensibler Bereich”

 

 

 

Fahrerlose Transportsysteme liefern die Arzneimittel an die Linien. Maschinen scannen und wiegen die Kapseln und Tabletten ab. Lange Fließbänder transportieren sie anschließend zu den nächsten Stationen, wo sie in Alu-Blister oder kleine Flaschen fallen.

 

 

 

Bis zu 300 Mitarbeiter kontrollieren die Abläufe und überwachen die modernen IT-Systeme. „Das Abpacken von Medikamenten ist ein hochsensibler Bereich“, erklärt Betriebsleiter Jürgen Emmert.

 

 

 

Nur mit Chargen-Nummer und Verfallsdatum gekennzeichnet und samt Packungsbeilage dürfen pharmazeutische Erzeugnisse in den Handel gelangen. Diesen Bereich der Herstellung will das Unternehmen nicht in fremde Hände geben.

 

 

 

 

 

 

 

Das 49 Millionen Euro teure LogiPack-Center bündelt auf 10.000 Quadratmetern 14 Verpackungslinien. Die lagen zuvor in einem alten Gebäude. Die Lösung spart Wege für Personal und Material, minimiert das Verkehrsaufkommen auf dem Gelände – und ermöglicht es, pro Jahr künftig bis zu 250 Millionen Packungen fertigzustellen, 30 Prozent mehr als bisher.

 

 

 

Eines der Medikamente, die von dort in die ganze Welt gehen, ist Pradaxa, die neue Schlaganfallprophylaxe bei Vorhof-Flimmern. Mit der Herstellung dieses Mittels stärkt Boehringer Ingelheim seinen deutschen Standort. Der neue Produktionsbetrieb für das Medikament wurde jetzt offiziell eingeweiht. Dafür hat das Unternehmen rund 160 Millionen Euro investiert.

 

 

 


 

 

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