Lehrstellen

5.000 Euro extra für die Ausbildung von Hauptschülern


Ehrgeizig: Azubi Deniz Rostock mit KSM-Ausbildungsleiter Jörg Gustke. „Ich werde auch nach der Prüfung weiter büffeln.“ Foto: Gossmann

Der Arbeitgeberverband unterstützt seine Mitgliedsunternehmen

Hildesheim/Hannover. Deniz Rostock ist Auszubildender beim Auto-Zulieferer KSM Castings GmbH in Hildesheim. Er hat sich nach der Hauptschule einen Ausbildungsplatz in der Metall- und Elektro-Industrie ergattert. Bei KSM ist dies keine Seltenheit. „10 unserer 50 Auszubildenden sind Hauptschüler“, sagt Ausbildungsleiter Jörg Gustke. „Wir haben damit durchaus gute Erfahrungen gemacht.“

In vielen anderen der rund 300 Mitgliedsbetriebe des Arbeitgeberverbandes NiedersachsenMetall liegt der Anteil niedriger. Unter den rund 1.000 Azubis, die hier jährlich eine Ausbildung beginnen, sind insgesamt nur etwa 50 Hauptschüler. „Das ist zu wenig“, sagt Wolfgang Niemsch, Vize-Präsident des Verbandes.

Deshalb unterstützt NiedersachsenMetall ab sofort Mitgliedsunternehmen, die Jugendliche mit Hauptschul-Abschluss ausbilden: Als befristete Förderung zahlt der Verband für jeden im Jahr 2011 abgeschlossenen Lehrvertrag einmalig 5.000 Euro.

Zuschuss auch für Qualifizierung

Außerdem gibt es jetzt das „Stipendienprogramm“ – eine tarifvertragliche Vereinbarung zwischen NiedersachsenMetall und IG Metall. Sie ermöglicht Azubis nach bestandener Prüfung eine weiterführende Qualifizierung. Monatlich 400 Euro, so die Empfehlung, sollten zusätzlich zur staatlichen Förderung für maximal zwei Jahre fließen.

„Dies ist keine Verpflichtung, es setzt eine freiwillige Vereinbarung zwischen Betrieb und Mitarbeiter voraus“, betont Niemsch, der für den Arbeitgeberverband auch die Verhandlungen führt. Er nennt als Beispiel den Besuch einer Technikerschule.

Deniz Rostock weiß: „Ich werde auch nach der Prüfung weiter büffeln: Sonst hat man kaum eine Chance.“

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Schlagwörter: Ausbildung

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