Ausbildung

33 Azubis gegen den Fachkräftemangel


Komatsu Hanomag in Hannover investiert 620.000 Euro in eine neue Ausbildungswerkstatt

Hannover. Fachkräftemangel – zwei Drittel der M+E-Unternehmen in Niedersachsen wissen davon ein trauriges Lied zu singen. Die aktuelle Umfrage des Arbeitgeberverbandes NiedersachsenMetall hat eine Erklärung parat: Es mangelt vor allem an den nötigen Vorkenntnissen und an der Mobilität der Bewerber.

Für viele Betriebe heißt es deshalb, die Nachwuchsarbeit weiter  auszubauen. So wie es Komatsu Hanomag in Hannover vorlebt: Der Baumaschinenhersteller hat jüngst seine neue Ausbildungswerkstatt eingeweiht. Das ist Zukunftsarbeit an historischer Stelle. Das traditionsreiche Unternehmen startete genau hier unter dem Namen Hanomag seine erfolgreiche Geschichte mit Loks und kleinen Autos. 

Jetzt aber leuchten in den frisch renovierten Räumen die Displays moderner Werkzeugmaschinen, an denen die insgesamt 33 Auszubildenden lernen.

Baustein für die Zukunft

„Nachwuchsarbeit“, so Geschäftsführer Göksel Güner, „ist für Komatsu Hanomag mehr als nur ein Lippenbekenntnis. „Es ist ein wesentlicher Baustein für die Zukunft unseres Unternehmens .“

620000 Euro hat der Baumaschinenhersteller in die neue Werkstatt investiert. Das Geld ist das eine, das Engagement der jungen Leute das andere: Der Umbau war gleichzeitig auch ein Ausbildungsprojekt.

Training in Teamarbeit, wie Ausbildungsleiter Bernhard  Labs sagt. „Das ging von der Planung bis hin zur Umsetzung. Unsere Auszubildenden haben alle mit angepackt und sind heute mächtig stolz auf das Ergebnis.“ 150 Paletten und Kisten waren beiseite zu schaffen, 60 Tonnen Schrott zu entsorgen.

„In Zeiten, in denen ständig über Ausbildungsplatzabgabe und Ausbildungsplatzmangel geschrieben wird“, sagt Geschäftsführer Güner, „setzen wir damit ein Zeichen.“ Erstausbildung und intensive Weiterbildung sind Teil der Firmenphilosophie.

„Die Aussichten sind super“

Damit hat man Erfolg: Martin Schumann wurde jetzt in der Berufsgruppe  Fertigungsmechaniker zum niedersächsischen Landessieger gekürt. Er kam aus der Komatsu-Ausbildungsmannschaft. Jetzt hat er sich entschlossen, seinen Bachelor of Engineering zu machen. Sieben Semester und dann bei Komatsu einen Job – wohl in der Entwicklung. „Die Aussichten sind super“, weiß der Landessieger. 

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