Firmen-Geschichte

120 Jahre für das „Nichts”


Pfeiffer Vacuum steht seit Jahrzehnten für höchste Innovationen

Asslar. Seit 120 Jahren geben die Mitarbeiter von Pfeiffer Vacuum alles für das „Nichts”, für den luftleeren Raum, das Vakuum. Von Arthur Pfeiffer vor 120 Jahren als feinmechanische Werkstatt gegründet, gilt das Unternehmen heute mit seinen 870 Beschäftigten als weltweit führender Hersteller von Komponenten und Systemen zur Erzeugung, Messung und Analyse von Vakuum.

„Angesichts der permanenten Innovationsfreude mag es viele erstaunen, dass Pfeiffer Vacuum bereits so betagt ist“, kommentiert Vorstandsvorsitzender Manfred Bender die Lage der Firma. „Zum alten Eisen gehört das Unternehmen deshalb noch lange nicht. Es besitzt die seltene Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden.”

Kein Mikrochip ohne Turbopumpe

Die Erfolgsgeschichte beginnt mit der Vermarktung von Fernzündungsanlagen für gasbetriebene Straßenlaternen. Auf der Weltausstellung 1900 in Paris wird die Metallfadenlampe vorgestellt. Damit konzentriert sich Pfeiffer auf Vakuumkomponenten für die Herstellung elektrischer Beleuchtungsprodukte.

Schon 1926 zählt das Unternehmen zu den größten Spezialfirmen weltweit auf dem Gebiet der Hochvakuumtechnik. Nach dem Krieg übernimmt Dr. Willy Becker die Leitung des Labors und erfindet die Turbopumpe.

Darauf aufbauend geht 1958 die erste Turbomolekularpumpe in Serienfertigung und läutet ein neues Zeitalter ein: Wo immer im Rahmen des Produktionsprozesses Reinraumbedingungen erforderlich sind, helfen die vakuumerzeugenden Komponenten aus Asslar. „Ohne sie wäre die rasante Entwicklung in der Welt der Mikroelektronik und der Mikrochips nicht möglich”, betont Bender.

1969 übernimmt die Balzers-Gruppe das Familienunternehmen. 1996 wird Pfeiffer eigenständig durch den erfolgreichen Gang an die Börse in New York als erster deutscher Mittelständler.

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